Kirchheim: 36-Jähriger soll Jugendlichen absichtlich angefahren haben

(Symbolbild)

In Kirchheim unter Teck ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen einen 36-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Der Mann soll am Pfingstmontag einen 17-jährigen Fußgänger absichtlich mit seinem Auto angefahren und schwer verletzt haben. Der deutsche Staatsangehörige sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft.

Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 16.55 Uhr in der Osianderstraße. Der 36-Jährige war mit seinem Skoda Fabia unterwegs, als er mit dem Jugendlichen zusammenstieß, der gerade die Straße überquerte. Zunächst ging die Polizei von einem Verkehrsunfall aus aus.

Die Ermittlungen der Verkehrspolizei Esslingen ergaben jedoch, dass die Verletzungen des 17-Jährigen deutlich schwerer als zunächst angenommen und zumindest potenziell lebensgefährlich sind. Zudem stellten die Unfallspezialisten fest, dass der 36-Jährige vor der Kollision seinen Wagen stark beschleunigt haben und zielgerichtet auf den Jugendlichen zugefahren sein soll, bevor er ihn ungebremst erfasste.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun, ob persönliche Streitigkeiten des Beschuldigten mit der Familie des Jugendlichen eine Rolle bei der Tat gespielt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkte einen richterlichen Haftbefehl gegen den Mann.

Am Donnerstagnachmittag nahm die Polizei den 36-Jährigen vorläufig fest. Am Freitagvormittag wurde er der Haftrichterin beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, die den Haftbefehl in Vollzug setzte. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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