Immer mehr neue Wohngebäude in Deutschland werden mit Klimaanlagen oder anderen Kühlsystemen ausgestattet. Im Jahr 2025 verfügten 4,3 Prozent der 58.885 fertiggestellten Wohngebäude über eine Anlage zur Kühlung. Das ist mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2015, als nur 1,9 Prozent der damals 105.568 neuen Wohngebäude mit solchen Systemen ausgerüstet waren. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.
Unter dem Begriff Kühlungsanlagen verstehen Statistiker verschiedene Systeme: Neben klassischen Klimaanlagen zählen dazu auch Deckenkühlungen oder Fußbodenheizungen mit Kühlfunktion. Diese können sowohl elektrisch als auch thermisch betrieben werden.
Ein deutlich höherer Anteil findet sich dagegen in Bürogebäuden. Von den 1.350 im Jahr 2025 fertiggestellten Büro- und Verwaltungsgebäuden waren 37,8 Prozent mit Kühlungsanlagen ausgestattet. Auch hier zeigt sich ein langfristiger Trend: 2015 hatten nur 30,9 Prozent der damals 1.679 neuen Bürogebäude solche Systeme. Der höhere Anteil in Büros dürfte unter anderem an gesetzlichen Vorgaben liegen, insbesondere beim Arbeitsschutz und der Fürsorgepflicht von Arbeitgebern gegenüber ihren Beschäftigten.
Ähnlich hohe Quoten wie in Bürogebäuden zeigen sich in öffentlichen Einrichtungen: Bei den 478 im Jahr 2025 fertiggestellten Gebäuden für Bildung, Wissenschaft und Forschung hatten 33,9 Prozent eine Kühlungsanlage (2015: 33,3 Prozent). Von den 259 neu errichteten Gebäuden des Gesundheitswesens verfügten 34,4 Prozent über solche Systeme, gegenüber 24,8 Prozent im Jahr 2015. Im Sozialwesen dagegen – hierzu zählen Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen – war der Ausstattungsgrad deutlich niedriger: Bei den 683 neuen Gebäuden dieser Kategorie hatten nur 14,5 Prozent eine Kühlungsanlage, 2015 waren es 5,7 Prozent.
Autor: dts Nachrichtenagentur