Kupferdiebstahl in Obersulm: Polizei warnt vor perfider Betrugsmasche

(Symbolbild)

In Obersulm-Willsbach haben Unbekannte am Dienstagnachmittag etwa 80 Kilogramm Kupfer von einem Werkzeughersteller gestohlen. Die Polizei warnt nun vor einer organisierten Betrugsmasche, die bundesweit immer häufiger auftritt und gezielt Metallbetriebe ins Visier nimmt.

Der Diebstahl ereignete sich gegen 14 Uhr in der Dimbacher Straße. Ein Mann in einem silbernen Mercedes mit britischem Kennzeichen fuhr auf das Firmengelände und erzählte den Mitarbeitern eine erfundene Geschichte: Auf einer nahen Baustelle drohe ein Kran umzukippen, und man benötige dringend schweres Gegengewicht. Aus Hilfsbereitschaft übergaben die Mitarbeiter ihm eine Kiste mit Kupfer im Wert von etwa 500 Euro. Doch als sie anboten, mit dem Firmenwagen noch mehr Material zur angeblichen Baustelle zu fahren, fuhr der Unbekannte davon – mit der Kupferkiste im Auto.

Die sofort eingeleitete Fahndung führte zu einem Erfolg: Im Raum Aschaffenburg stellten Polizisten ein verdächtiges Fahrzeug fest und kontrollierten die Insassen. Die Ermittlungen dauern an.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um eine organisierte Betrugsmasche, die sich bundesweit ausbreitet. Die Täter agieren nach einem immer gleichen Muster: Sie erscheinen unangekündigt auf Firmengeländen von Metall-, Altmetall- oder Werkzeugbetrieben, konstruieren eine angebliche Notlage und schaffen durch künstlichen Zeitdruck Druck auf die Verantwortlichen aus. Das Ziel ist immer das gleiche – schnell an wertvolle Materialien wie Kupfer oder Altmetall kommen.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn waren bereits mehrere Betriebe betroffen. Neben Obersulm zielten die Täter auch auf Unternehmen in Weikersheim, Buchen, Niederstetten und Künzelsau ab. Die Täter treten typischerweise mit Fahrzeugen auf, die britische Kennzeichen tragen, und sprechen häufig Englisch. Nach bisherigen Erkenntnissen arbeiten mehrere Täter arbeitsteilig zusammen. Als Hauptakteure beschreibt die Polizei einen kräftig korpulenten Mann sowie einen Mann mit auffällig orangefarbenen Haaren. Die Täter verwenden überwiegend britische Namen.

Die Polizei rät Unternehmen aus den Bereichen Metallhandel, Altmetallverwertung, Werkzeugherstellung und Metallverarbeitung zu erhöhter Wachsamkeit. Wichtige Maßnahmen zum Schutz:

Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen unbekannte Personen eine angebliche Notlage auf einer nahegelegenen Baustelle schildern und kurzfristig Metall oder Kupfer als Gegengewicht verlangen. Geben Sie keine Materialien oder Wertstoffe an unbekannte Personen ab, ohne deren Angaben sorgfältig zu überprüfen. Lassen Sie sich nicht durch vermeintlichen Zeitdruck oder dramatische Schilderungen zu vorschnellen Entscheidungen bewegen. Überprüfen Sie die Identität der Personen sowie die Plausibilität ihres Anliegens, etwa durch Rückfragen bei der genannten Baustelle oder dem verantwortlichen Unternehmen.

Sollten Sie verdächtige Sachverhalte beobachten, verständigen Sie sofort die Polizei unter dem Notruf 110. Prägen Sie sich das Kennzeichen, den Fahrzeugtyp sowie das Aussehen und die Bekleidung verdächtiger Personen ein. Diese Informationen können für die Ermittlungen entscheidend sein.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.

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