Lahr: 77-Jährige um 10.000 Euro betrogen – Falscher Nichten-Anruf täuscht schweren Unfall vor

(Symbolbild)

Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte am Dienstagabend (26. Mai 2026) eine 77-jährige Seniorin in Lahr um 10.000 Euro gebracht. Die gesamte Kommunikation zwischen allen Beteiligten fand dabei in russischer Sprache statt.

Gegen 20 Uhr erhielt die Frau einen Anruf von einer unbekannten Person, die sich am Telefon als ihre Nichte ausgab. Die Anruferin täuschte vor, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Dabei sei eine schwangere Frau verletzt worden, die infolge des Unfalls ihr ungeborenes Kind verloren haben soll. Um eine drohende Anzeige abzuwenden, müsse nun umgehend ein Betrag in Höhe von 50.000 Euro bezahlt werden.

Da die Seniorin nicht über einen solch hohen Bargeldbetrag verfügte, setzte die Betrügerin sie psychisch weiter unter Druck. Nach Verhandlungen einigte man sich schließlich auf eine Summe von 10.000 Euro. Zudem wurde die 77-Jährige angewiesen, das Geld zusammen mit Bettsachen und einem Nachthemd in eine Tasche zu packen.

Zwischen 22 und 23 Uhr erschien schließlich ein männlicher Geldabholer an der Wohnanschrift der Geschädigten in Lahr und stellte sich mit dem Namen „Arthur“ vor. Die Seniorin übergab dem Mann die Tasche mit dem Bargeld und den Kleidungsstücken. Erst später flog der Betrug auf, und die Geschädigte verständigte die Polizei.

Der Mann, der die Tasche an der Haustür entgegennahm, wird wie folgt beschrieben: Es handelte sich um eine männliche Person im Alter von circa 40 bis 45 Jahren mit einem kräftigen Körperbau. Der Unbekannte hatte dunkle Haare und trug einen Bart.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die am Dienstagabend zwischen 20 und 23.30 Uhr im Bereich des Kanadaring in Lahr verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen könnten. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Offenburg unter der Telefonnummer 0781 21-2820 entgegen.

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