Das Wochenende im Landkreis Ravensburg beschäftigte Polizei und Feuerwehr mit einer Vielzahl von Einsätzen. Von Bränden über Verkehrsverstöße bis hin zu Betrügereien reichte die Spanne der Vorfälle.
Wohnhaus brennt – 40.000 Euro Schaden
Am Samstag gegen 14 Uhr entdeckte ein Anwohner starke Rauchentwicklung aus einem derzeit leerstehenden Wohnhaus in der Zogenfeldstraße in Ravensburg. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr konnte die Flammen rasch löschen. Nach Ermittlungen des Polizeireviers Ravensburg hatte sich ein bei Renovierungsarbeiten zurückgelassener, ölgetränkter Lappen selbst entzündet und eine Holztür im Gebäude in Brand gesetzt. Bei dem Löscheinsatz wurde eine Heizungsleitung beschädigt, woraufhin Wasser in den Keller lief. Die Feuerwehrleute pumpten das Wasser ab. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro. Da sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand in dem Haus befand, wurden glücklicherweise keine Personen verletzt. Das Gebäude ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar.
Fahrer fährt auf Polizisten zu – unter Drogeneinfluss
Straf- und führerscheinrechtliche Konsequenzen warten nun auf einen 30-Jährigen aus Ravensburg. Am Samstag am späten Nachmittag informierten Zeugen die Polizei, dass sie den Mann beim Konsum einer verdächtigen Substanz beobachtet hatten. Als der 30-Jährige daraufhin mit seinem Auto davonfuhr, lokalisierte eine Streife des Polizeireviers Ravensburg das Fahrzeug im Stadtgebiet und wollte den Wagen stoppen. Statt anzuhalten, fuhr der Autofahrer auf den auf der Fahrbahn stehenden Polizisten zu. Der Beamte konnte rechtzeitig ausweichen und wurde nicht erfasst. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Polizisten deutliche Anzeichen von Betäubungsmitteleinfluss fest. Ein Vortest reagierte positiv auf Kokain. Im Krankenhaus musste der Mann eine Blutprobe abgeben. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein, eine Anzeige wird bei der Staatsanwaltschaft eingereicht.
Unfall in Schlier – Zeugen gesucht
Am Sonntag gegen 21 Uhr ereignete sich in Wetzisreute auf Höhe der Abzweigung zur Jahnstraße ein Verkehrsunfall. Ein Renault einer 62-Jährigen und ein VW eines 40-Jährigen streiften sich in einer Kurve mit ihren Außenspiegeln. Der Sachschaden wird auf mehrere hundert Euro beziffert. Da die beiden Unfallbeteiligten widersprüchliche Angaben zum Hergang machen, bittet das Polizeirevier Ravensburg Zeugen, sich unter Telefon 0751/803-3333 zu melden.
Hundehalterin lässt Husky für Stunden zurück
Die Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Ravensburg ermittelt gegen eine 54-Jährige aus Weingarten. Am Sonntag gegen Mittag verständigten Passanten die Polizei, weil ein Husky bereits mehrere Stunden lang bei etwa 30 Grad Außentemperatur an einem Spielgerät auf dem Spielplatz im Stadtgarten lag. Von der Hundehalterin fehlte jede Spur, die Leine lag auf dem Spielgerät ab. Eine Polizeistreife brachte den Hund in ein Tierheim. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Husky einer 54-Jährigen gehört, die den Vierbeiner bereits am Samstag gegen 22 Uhr auf dem Spielplatz zurückgelassen haben soll. Der Hund war so folgsam, dass er an der Stelle liegen blieb und sich nicht entfernte. Auf die 54-Jährige kommt nun eine Anzeige zu. Das Veterinäramt prüft derzeit, ob der Husky der Frau entzogen wird.
Raser und Verkehrsverstöße in Weingarten
Die Verkehrspolizei Ravensburg führte in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Stadtgebiet Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen durch. Insgesamt neun Fahrzeuglenker müssen mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Vier Autofahrer waren so schnell unterwegs, dass sie neben hohen Bußgeldern ein vierwöchiges Fahrverbot erwarten. Ein weiterer Fahrer befindet sich noch in der Probezeit und muss seinen Führerschein für zwei Monate abgeben. Ein 21-jähriger Porsche-Fahrer musste seinen Führerschein direkt vor Ort abgeben. Er war gegen 3 Uhr in einer 30er-Zone mit etwa 100 km/h gemessen worden und wird wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Beamten stoppten zudem zwei weitere Fahrzeuge, deren Fahrer mit heruntergelassenen Fenstern laute Musik spielten. Ein 30-Jähriger fuhr zudem vor den Augen der Polizisten über eine rote Ampel. Auf all diese Fahrer kommt jeweils ein Bußgeld zu.
Betrüger kostet 60-Jährigen knapp 70.000 Euro
Ein 60-Jähriger aus Bergatreute ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. In den sozialen Medien wurde er auf eine Anzeige aufmerksam, die hohe Gewinne für eine Geldanlage versprach. Nach Kontaktaufnahme mit dem vermeintlichen Anlagespezialisten überwies der Mann mehrmals Geld auf ein angebliches Handelskonto. Als er schließlich seinen eingezahlten Betrag und die versprochenen Bonuszahlungen ausbezahlen lassen wollte, ging er leer aus und erstattete Anzeige. Der Betrug hat ihn knapp 70.000 Euro gekostet. Die Ermittler warnen erneut vor dieser Betrugsmasche, die bereits etliche Opfer das Ersparte gekostet hat. Weitere Informationen erhalten Bürger auf www.polizei-beratung.de.
Zwei Brände in Aulendorf
Am Sonntag rückten Polizei und Freiwillige Feuerwehr zu zwei Brandmeldungen in Aulendorf aus. Gegen 18 Uhr entzündete sich auf einem Feld bei Poppenmaier aus noch unbekannter Ursache trockenes Stroh nach Mäharbeiten. Eine Fläche von rund einem halben Hektar stand in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen an und löschte die Flammen. Kurz nach 22 Uhr ging eine Hecke in der Heinestraße in Flammen auf. Hier dürfte nicht ordnungsgemäß entsorgte Grillkohle die Brandursache sein. Anwohner löschten die Hecke eigenständig. Die alarmierten Wehrleute rückten vorsorglich an, konnten ihren Einsatz nach einer kurzen Überprüfung jedoch beenden. Bei beiden Bränden entstand kein nennenswerter Sachschaden.
E-Scooter prallt gegen Fußgängerin in Wangen
Am Samstag gegen 21:30 Uhr kam es auf der Brücke vom Kanalweg in Richtung Sportplatz am Gehrenberg in Wangen zu einem Zusammenstoß zwischen einem E-Scooter und einer Fußgängerin. Ein 16-jähriger Jugendlicher war entgegen der Vorschrift zusammen mit einem 17-Jährigen auf einem Scooter auf der Brücke unterwegs. Als dem Duo eine Fußgängergruppe entgegenkam, versuchte der 16-Jährige auszuweichen und zu bremsen. Wegen der zu geringen Bremsleistung des mit zwei Personen beladenen E-Scooters gelang dies jedoch nicht. Der Jugendliche kollidierte mit der 64 Jahre alten Fußgängerin, wodurch beide leicht verletzt wurden. Der 17-Jährige blieb unverletzt. Der 16-Jährige wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt, die 64-Jährige kam mit dem Krankenwagen in eine Klinik. Die Polizei weist erneut darauf hin, sich vor der Nutzung eines E-Scooters mit den geltenden Vorschriften vertraut zu machen. Weder die Mitnahme einer zweiten Person noch das Befahren von Fußgängerwegen sind erlaubt.
Korrektur: Busfahrgast löschte Reifenbrand
Bei dem Reifenbrand an einem Reisebus am Sonntag kurz nach 18 Uhr auf der A 96 hat nicht eine Streife der Verkehrspolizei, sondern ein Businsasse mit einem Handfeuerlöscher die Flammen eingedämmt. Die Bewohner eines angrenzenden Gebäudes versorgten die Insassen mit Getränken, während auf Hilfe gewartet wurde. Das Busunternehmen organisierte für die Fahrgäste einen Ersatzbus zur Weiterfahrt. Der Brandschaden am Omnibus wird auf rund 10.000 Euro beziffert.
Verkehrszeichen in Amtzell beschädigt
Das Polizeirevier Wangen ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Unbekannte haben am Wochenende die Rohrschellen an mehreren Verkehrszeichen im Bereich Grenis gelöst. Die Schilder zur Vorfahrtsregelung und zum eingeschränkten Haltverbot wurden zwar nicht beschädigt, waren jedoch für Verkehrsteilnehmer nicht mehr zu erkennen. Die Polizei bittet unter Telefon 07522/984-0 um Hinweise zur Tat oder den Tätern.
Von Fahrbahn abgekommen – Fahrer alkoholisiert
Am Sonntag kurz vor 20 Uhr ist ein 41-Jähriger mit seinem Toyota auf der L 326 zwischen Vorderreute und Unterwagenbach von der Fahrbahn abgekommen. In einer Kurve geriet der Mann mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Straße ab und fuhr eine Böschung hinab. Der 41-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. An seinem Toyota entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten erheblich abgefahrene Reifen sowie deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein Alkoholtest war nicht möglich, daher musste der Mann in der Klinik eine Blutprobe abgeben. Auf ihn kommen straf- und führerscheinrechtliche Konsequenzen zu. Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den nicht mehr fahrbereiten Toyota.