Lebensgefährliche Gleisquerung: Pärchen ignoriert Bahnverkehr am Berliner Tor

Symbolfoto: Eine Streife der Bundespolizei an einem ICE- Quelle: Bundespolizei-

Ein junges Pärchen hat sich am Donnerstagmorgen, 27. Juni 2026, gegen 07:25 Uhr auf der Hamburger Bahnstation Berliner Tor in extreme Lebensgefahr begeben. Die 21-jährige Frau und der 28-jährige Mann versuchten, mit zwei Reisekoffern eine gefährliche Abkürzung zu nehmen: Sie querten einfach die aktiven S- und Fernbahngleise.

Ein Triebfahrzeugführer eines durchfahrenden ICE bemerkte die beiden rechtzeitig und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Bundespolizisten rückten sofort aus und stellten das Pärchen aus der Republik Moldau im Gleisbereich neben dem ICE fest – immer noch mit ihrem gesamten Reisegepäck.

Beide zeigten sich ahnungslos über ihre Gefahr. Nach eigenen Angaben wollten sie lediglich eine Abkürzung nehmen, um schneller in einem nahe gelegenen Hostel einchecken zu können. Sie beschrieben ihre Gleisquerung als bewusstes Fehlverhalten nicht – ein fatales Missverständnis der Risiken.

Die Bundespolizisten klärten das Pärchen ausführlich über die Lebensgefahr im Gleisbereich auf und führten beide Personen aus der Station. Die zuvor eingeleiteten Streckensperrungen konnten anschließend wieder aufgehoben werden. Über Auswirkungen auf den regulären Bahnverkehr kann die Bundespolizei keine Angaben machen.

Gegen die beiden wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unbefugten Aufenthalts in den Gleisen eingeleitet. Die Bundespolizeiinspektion Hamburg warnt anlässlich des Vorfalls erneut eindringlich vor lebensgefährlichem Verhalten an Bahnanlagen: Der Aufenthalt in Gleisen ist nicht nur verboten, sondern auch tödlich. Triebfahrzeugführer können nicht ausweichen. Die Bremswege von Zügen sind häufig zu lang, um Personen im Gleisbereich noch zu erfassen. Lebensgefährliche Verletzungen oder der Tod sind bei einer Kollision mit einem Zug nicht auszuschließen. Wer sich leichtsinnigerweise in die Gleise begibt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Reisende und Einsatzkräfte.

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