Ein 37-Jähriger muss sich in Leonberg wegen gleich mehrerer Straftaten verantworten. Ein Zeuge hatte die Polizei am Sonntagabend, 5. Juli 2026, gegen 20.15 Uhr alarmiert, weil er auf einem Feldweg nahe einem Betrieb an der Gebersheimer Straße einen Mann mit heruntergelassener Hose entdeckt hatte, der vermutlich masturbierte.
Als die Polizei vor Ort eintraf, saß der Tatverdächtige zunächst in seinem Ford. Doch kaum dass die Beamten den Mann ansprachen, schloss er die Fahrertür, startete den Wagen und flüchtete. Bei seiner Flucht kam der Mann von der Fahrbahn ab und landete mit dem Ford in einem nahegelegenen Acker – dabei entstand ein bislang unbekannter Flurschaden.
Doch damit nicht genug: Laut einer Zeugin stieg der 37-Jährige aus dem beschädigten Wagen und setzte sich auf einen E-Scooter. Eine Polizeistreife entdeckte ihn wenig später in der Rutesheimer Straße. Der Mann ignorierte die Aufforderung zu stoppen und versuchte weiterzufahren. Ein Polizeibeamter holte den Flüchtenden zu Fuß ein und hielt ihn fest. Bei der Auseinandersetzung wehrte sich der 37-Jährige gegen die polizeiliche Maßnahme, wurde aber schließlich zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen.
Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Beamten ein Einhandmesser sicher – ein Gegenstand, der nicht in der Öffentlichkeit mitgeführt werden darf. Der Mann gab an, unter Drogeneinfluss zu stehen, weshalb die Polizei eine Blutentnahme durchführte. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der 37-Jährige entlassen.
Auf ihn kommen nun mehrere Anzeigen zu: exhibitionistische Handlung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Unfallflucht, mutmaßliches Fahren unter Drogeneinfluss und das illegale Mitführen eines Einhandmessers.