Einsatz- und Spezialkräfte des Landeskriminalamtes der Polizei Berlin haben den letzten gesuchten Tatverdächtigen zu Schussabgaben auf ein Wohnhaus in der Ritterstraße in Neukölln festgenommen. Der 23-Jährige wurde am Dienstagmorgen in einem Hotel in Neukölln lokalisiert und von Spezialeinsatzkräften des LKA verhaftet. Bei seiner Festnahme führte der Mann ein Messer und ein Reizstoffsprühgerät mit sich. Er kam noch am selben Tag vor Gericht, wo der von der Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl in Vollzug gesetzt wurde.
Die Schüsse auf das Wohnhaus waren am 13. Februar dieses Jahres gegen 1:45 Uhr in der Ritterstraße abgegeben worden. Ein Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte die Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten stellten mehrere Einschusslöcher in den Fenstern einer Wohnung fest. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand. Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Mordes.
Der mutmaßliche Auftraggeber der Schüsse, ein 34-Jähriger, wurde bereits am 10. Juli 2026 aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Bei seiner Festnahme bedrohte er die Gewahrsamsbeamten mit dem Tode. Der Haftbefehl wurde später vom Amtsgericht Tiergarten in Vollzug gesetzt.
Zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 24 und 25 Jahren befinden sich bereits in anderer Sache in Untersuchungshaft. Gegen sie wurden sogenannte Über-Haftbefehle beantragt. Gegen zwei zusätzliche Tatverdächtige im Alter von 24 und 33 Jahren wird ebenfalls ermittelt.
Mit dieser Festnahme sind nach Angaben der Polizei alle Tatverdächtigen bekannt und zweifelsfrei identifiziert. Die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft dauern an.
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