Leutkirch: Zwei Männer nach Messerangriff in Gemeinschaftsunterkunft in Haft

(Symbolbild)

Nach einer Messerattacke in einer Gemeinschaftsunterkunft in Leutkirch im Allgäu sitzen zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Die afghanischen Staatsangehörigen sollen am frühen Sonntagmorgen einen 22-jährigen Mitbewohner mit Messern angegriffen haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg suchten die beiden Tatverdächtigen in den frühen Morgenstunden des 3. Mai 2026 den anderen Bewohner in dessen Unterkunft auf. Die Angreifer sollen mit den jeweils von ihnen mitgeführten Messern auf ihr Opfer losgegangen sein und dieses dabei oberflächlich leicht verletzt haben.

Das Opfer konnte weitere Angriffe mit den Messern abwehren und sich schließlich in einem Zimmer bei einem weiteren Bewohner in Sicherheit bringen. Mehrere Polizeistreifen rückten zu der Unterkunft aus und nahmen die beiden Tatverdächtigen noch vor Ort fest.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurden die beiden Männer am Montagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen beide afghanischen Staatsangehörigen jeweils einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und setzte diesen in Vollzug. Anschließend wurden beide Tatverdächtigen in Justizvollzugsanstalten gebracht.

Das Kriminalkommissariat Ravensburg hat die weiteren Ermittlungen zu der Tat und den Hintergründen übernommen. Die Staatsanwaltschaft wird durch Erste Staatsanwältin Tanja Vobiller vertreten.

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