In Riedlingen hat eine Polizeistreife am Mittwoch gegen 9.45 Uhr einen 23-jährigen Lkw-Fahrer gestoppt. Der Grund: Der junge Mann bediente während der Fahrt sein Mobiltelefon — das ist nicht erlaubt.
Bei der weiteren Überprüfung des VW Klein-Lkw entdeckten die Polizisten ein weiteres, erhebliches Problem: Die an der Vorderachse montierten Reifen waren völlig abgefahren und hatten keine ausreichende Profiltiefe mehr. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) muss die Profiltiefe mindestens 1,6 Millimeter betragen.
Der Fahrer muss nun mit einer Anzeige wegen der Benutzung des Telefons während der Fahrt rechnen. Zusätzlich erhielt er wegen der mangelhaften Bereifung ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt im Zentralregister.
Auch der Halter des 3,5-Tonners wurde angezeigt. Die Polizei sieht ihn als Fahrzeugverantwortlichen in der Pflicht — er hätte eine solche gefährliche Fahrt nicht zulassen dürfen. Der Halter muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt rechnen. Zudem stellten die Polizisten einen Mängelbericht aus, wonach der Halter sein Fahrzeug baldmöglichst instand setzen und von einer offiziellen Stelle abnehmen lassen muss.
Reifen mit unzureichender Profiltiefe sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Das Reifenprofil ist entscheidend für sicheres Fahrverhalten. Sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen verschlechtert sich das Fahrverhalten drastisch, sobald die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe unterschritten wird — das Unfallrisiko steigt deutlich.
Die Polizei appelliert dringend an Fahrerinnen und Fahrer, das Handy liegen zu lassen. Die Zahlen zeigen die Gefahr: Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h bedeutet eine Sekunde Ablenkung 14 Meter Blindfahrt. Wer als Autofahrer ein Handy benutzt, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt im Zentralregister rechnen. Weitere Tipps zur sicheren Fahrweise gibt die Polizei in Broschüren auf jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.runtervomgas.de.
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