Mangelhafte Bereifung und nicht angepasste Geschwindigkeit bei Starkregen haben am Samstag zu mehreren Verkehrsunfällen in der Region Cuxhaven geführt. Die Polizei Cuxhaven warnt Autofahrer eindringlich vor dem Fahren mit abgefahrenen Reifen bei schlechten Witterungsbedingungen.
In Stotel geriet am 4. Juli gegen 12:40 Uhr eine 18-jährige Fahranfängerin aus Loxstedt auf der regennassen Robert-Koch-Straße beim Linksabbiegen in die Nelly-Sachs-Straße unvermittelt ins Schleudern. Ihr Pkw kam von der Fahrbahn ab und prallte zunächst gegen ein Verkehrszeichen und einen Baum, bevor das Fahrzeug weiter gegen einen Zaun schleuderte. Bei der Unfallaufnahme entdeckten die Polizeibeamten die Ursache: Die Bereifung wies kaum noch Profil auf. Der Gesamtschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Die Fahranfängerin blieb unverletzt, gegen sie wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Auf der Autobahn 27 ereigneten sich am selben Tag zwei weitere witterungsbedingte Unfälle. Um 17:55 Uhr geriet ein 25-jähriger Bremerhavener mit einem Sprinter an der Anschlussstelle Debstedt beim Auffahren in Fahrtrichtung Walsrode auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. Das Fahrzeug kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen, der Fahrer konnte es dann eigenständig auf den Standstreifen fahren. Der Schaden am Sprinter wird auf 5.000 Euro geschätzt, der Fahrzeugführer blieb unverletzt.
Etwa eine Stunde später, um 18:50 Uhr, kam es im Auffahrtsbereich der Anschlussstelle Bremerhaven-Zentrum zu einem weiteren Unfall. Ein 18-jähriger Bremerhavener verlor mit seinem Fiat auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle, prallte gegen die Mittelschutzplanke und kam dann auf dem Standstreifen zum Stehen. Ein 17-jähriger Insasse klagte anschließend über Schmerzen und wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Der Fiat blieb fahrbereit; der Schaden liegt im unteren vierstelligen Bereich.
In beiden Fällen auf der BAB 27 sei eine nicht angepasste Geschwindigkeit angesichts der besonderen Fahrbahnverhältnisse die Unfallursache gewesen, so die Polizei. Die Beamten empfehlen daher ausdrücklich, auch bei Starkregen mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren – und unterstreichen damit die Bedeutung von guter Bereifung und defensivem Fahren bei schlechtem Wetter.