Mann stoßt Zugbegleiter zu Boden und erzwingt sich Einstieg in Metronom

Eine Streife der Bundespolizei am Bahnsteig im Bahnhof Harburg bei Einfahrt eines Metronom-Zuges. Symbolfoto: Bundespolizeiinspektion Hamburg

Ein 31-jähriger ivorischer Staatsangehöriger hat am Samstag, 12. Juli 2026, am Hamburger Hauptbahnhof gewaltsam versucht, in einen bereits abfahrtsbereiten Zug zu gelangen. Dabei verletzte er einen Zugbegleiter.

Der Mann wollte gegen 19.15 Uhr in den Metronom 82035 an Gleis 12 einsteigen, obwohl der Zugbegleiter ihm den Zutritt bereits verweigert hatte. Der Zug war für die Abfahrt in Richtung Bahnhof Harburg bereits abgefertigt, die Abfahrt stand unmittelbar bevor. Der Zugbegleiter (59 Jahre alt) musste dem Reisenden den Einstieg verwehren, weil die erforderlichen Abfertigungsprozeduren bereits abgeschlossen waren.

Statt die Ablehnung zu akzeptieren, versetzte der 31-Jährige dem Zugbegleiter einen heftigen Stoß. Der Mitarbeiter stürzte vom Eingangsbereich in das Zug-Innere zu Boden und erlitt Schürfwunden am Arm. Später verspürte er noch Schmerzen, lehnte aber eine Behandlung durch den Rettungswagen ab.

Nach dem gewaltsamen Eindringen in den Zug schubste der Mann den Zugbegleiter erneut – diesmal während der Fahrt bei der Fahrkartenkontrolle. Der Zugbegleiter war völlig uneinsichtig, wie die Bundespolizei mitteilt.

Bundespolizisten wurden alarmiert und nahmen den Zug bei seiner Einfahrt im Bahnhof Harburg auf Gleis 3 in Empfang. Der Tatverdächtige wurde noch im Zug angetroffen. Die Bundespolizei führte einen Fahrtausschluss gegen ihn durch – der Mann darf künftig nicht mehr mit diesem Zug fahren. Die Personaldaten wurden festgestellt und fahndungsmäßig überprüft.

Gegen den 31-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er vor Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

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