Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen 36-jährigen Albaner Anklage zum Landgericht Mannheim erhoben. Der Mann soll zwischen November 2024 und Januar 2026 in insgesamt neun Fälle von schwerem Wohnungseinbruchsdiebstahl verwickelt gewesen sein sowie einen weiteren Einbruch versucht haben.
Bereits am 23. Januar 2026 war gegen den 36-Jährigen Haftbefehl erlassen worden. Er soll am 22. Januar in ein Wohnanwesen im Meißener Weg in Mannheim-Vogelstang eingebrochen sein und dort mehrere goldene Schmuckstücke sowie Bargeld gestohlen haben.
Nach diesem ersten Vorfall führten umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Mannheim zur Aufklärung weiterer Taten. Durch die Auswertung von Schuh- und DNA-Spuren konnten die Ermittler dem Mann acht weitere schwere Wohnungseinbrüche und einen versuchten Einbruch zuordnen.
Insgesamt wird dem Albaner vorgeworfen, teilweise allein und teilweise mit einem noch unbekannten Mittäter in zehn Privatwohnungen und -häuser in Schriesheim, Weinheim und Mannheim eingebrochen zu sein. Während bei einem Versuch die anwesenden Bewohner aufmerksam wurden und es zu keiner Wegnahme kam, stahl er in den anderen Fällen hauptsächlich Schmuck und teilweise Bargeld im Gesamtwert eines hohen fünfstelligen Betrages.
Die Ermittlungen ergaben zudem, dass das DNA-Profil des Tatverdächtigen an sieben weiteren Einbruchstatorten in Frankreich, Luxemburg und Belgien festgestellt werden konnte. Diese internationalen Sachverhalte sind jedoch nicht Bestandteil der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Mannheim.
Das Landgericht Mannheim muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Der 36-Jährige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.