Mannheim: Mann verletzt zwei Menschen mit Messer – verstirbt nach Polizeieinsatz

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In der Nacht zum 21. Juni kam es in der Mannheimer Innenstadt zu einem dramatischen Polizeieinsatz mit tödlichem Ausgang. Ein 53-jähriger Bewohner verletzte in seiner Wohnung mehrere Personen mit einem Messer schwer. Nach seinem Widerstand gegen die Polizei kollabierte der Mann und starb wenig später im Krankenhaus.

Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim wurden in der Nacht wegen einer Bedrohungslage alarmiert. Der 53-Jährige hatte sich in seiner Wohnung verschanzt und ignorierte mehrfache Aufforderungen der Beamten, das Messer wegzulegen und die Tür zu öffnen. Hinzu kam eine weitere Gefahr: Der Mann drohte, aus dem Fenster zu stürzen. Notrufe und Erkenntnisse vor Ort deuteten auf eine laufende Gewalttat hin, weshalb die Polizei sofort handeln musste.

Bei einem Notzugriff betraten die Beamten die Wohnung und fanden zwei durch Messerattacken schwer verletzte Personen vor. Eine 26-jährige Frau war reanimationspflichtig – Einsatzkräfte belebten sie wieder und brachten sie unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus, wo sie notoperiert wurde. Ein 76-jähriger Mann kam ebenfalls mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus; sein Zustand galt jedoch nicht als unmittelbar lebensbedrohlich.

Der 53-Jährige leistete bei seiner Festnahme heftige Gegenwehr, weshalb die Beamten einfache körperliche Gewalt einsetzen mussten. Nach Eintreffen der Rettungskräfte brach der verletzte Mann zusammen und wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Wenige Stunden später verstarb er dort. Die genaue Todesursache bleibt ungeklärt und soll durch eine Obduktion ermittelt werden.

Das Kriminalkommissariat Mannheim ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts gegen den 53-Jährigen zum Nachteil der beiden Verletzten. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim parallel die Ermittlungen zum Todesfall übernommen. Die genauen Beweggründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Die Polizei sucht Zeugen und bittet diese, eventuelle Videoaufzeichnungen des Geschehens über das hierfür eingerichtete Hinweisportal unter https://bw.hinweisportal.de bereitzustellen.

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