Mannheim: Polizeibeamter wegen Vergewaltigung angeklagt

(Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage gegen einen Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Mannheim erhoben. Ihm wird vorgeworfen, in zwei tateinheitlichen Fällen Frauen vergewaltigt zu haben.

Nach dem Vorwurf soll der Beamte am 8. Juni 2025 einem Hinweis auf illegale Prostitution in einem Mannheimer Hotel nachgegangen sein und dort zwei Frauen kontrolliert haben. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, war dem Beamten nicht bekannt, dass die Frauen unter falschen Vorspiegelungen nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen worden sein sollen.

Während der polizeilichen Maßnahme soll der Beamte den Frauen mitgeteilt haben, dass sie eine Geldstrafe zahlen müssten. Als sie antworteten, dass sie das nicht könnten, soll er geäußert haben, dass man das auch anders regeln könne. Am selben Abend soll er die Frauen außerhalb seiner Dienstzeit erneut aufgesucht und ihnen gedroht haben: Entweder zahlen sie eine Geldstrafe, oder er lässt sie verhaften – oder sie leisten ihm Geschlechtsverkehr. Aus Angst vor Strafverfolgung und Festnahme sollen die Frauen der Aufforderung daraufhin nachgekommen sein.

Die Geschädigten vertrauten sich später anderen Polizisten an, woraufhin die Ermittlungen begannen. Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, leitete das Polizeipräsidium Mannheim ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten ein und suspendierte ihn. Er ist nicht im Dienst.

Das Amtsgericht Mannheim entscheidet nun darüber, ob die Anklage zugelassen wird.

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