Mecklenburg-Vorpommern: Gemischte Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – 12. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte für Mecklenburg-Vorpommern zeigt eine regional stark unterschiedliche Bodenfeuchte-Situation. Während größere Teile des nördlichen Landesteils und vereinzelte Gebiete im Zentrum normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, sind weite Bereiche im Süden und Osten von ungewöhnlicher Trockenheit bis hin zu schwerer Dürre betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die regionale Verteilung zeigt ein klares Nord-Süd-Gefälle: Der nördliche Küstenbereich und Teile der Mecklenburgischen Seenplatte weisen normale bis feuchte Bodenfeuchte auf. Im Gegensatz dazu dominieren im südlichen und östlichen Mecklenburg-Vorpommern hellgelbe bis rote Bereiche, die auf ungewöhnliche Trockenheit bis schwere Dürre hindeuten. Besonders auffällig sind mehrere rot eingefärbte Gebiete im Osten des Landes, die eine schwere Dürre im Gesamtboden anzeigen.

Der UFZ-Dürremonitor zeigt als 14-Tage-gleitendes Mittel die Bodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe und reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 13,9 mm Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 15,5°C. Für die kommenden drei Tage werden weitere 15,2 mm Niederschlag erwartet, was sich jedoch erst verzögert in der Gesamtboden-Bilanz niederschlagen wird.

Die ungewöhnlich trockenen bis schwer von Dürre betroffenen Gebiete erfordern verstärkte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft. Während in den normal feuchten nördlichen Bereichen keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind, sollten Landwirte in den südlichen und östlichen Regionen ihre Bewässerungsstrategien anpassen und die Bodenfeuchte-Entwicklung genau beobachten.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.