Mehrere Verkehrsunfälle im Landkreis Anhalt-Bitterfeld – Unfallflucht und gefälschter Führerschein

(Symbolbild)

In der vergangenen Woche beschäftigten mehrere Verkehrsunfälle und Verkehrsstraftaten die Polizei im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Zu den schwereren Vorfällen zählten eine Unfallflucht mit Verletzten sowie die Aufdeckung eines gefälschten Führerscheins.

Bei einer Unfallflucht auf der K 2091 zwischen Dornbock und Drosa zogen sich ein 17-jähriger Mopedfahrer und sein Beifahrer leichte Verletzungen zu. Am 10. Juni gegen 21 Uhr fuhr der Jugendliche beim Umfahren einer Wasseransammlung mit einer 19-jährigen Mitsubishi-Fahrerin zusammen, die sich gerade im Überholvorgang befand. Beide Zweiradfahrer stürzten und verletzten sich leicht. Anstatt an der Unfallstelle zu bleiben, fuhren beide davon. Eine Polizeistreife suchte später die Wohnadresse des Fahrers auf und konnte die Jugendlichen antreffen. Der Schaden am Moped beläuft sich auf etwa 1.000 Euro, am Mitsubishi auf rund 3.000 Euro.

Ein weiterer Fall von Unfallflucht ereignete sich bereits am 5. Juni in Zerbst. Eine 75-jährige Radfahrerin fuhr auf dem Radweg der Breiten Straße in Richtung Fuhrstraße, als es auf Höhe der Klappgasse zur Kollision mit einem entgegenkommenden Radfahrer kam. Die ältere Dame stürzte durch die Wucht des Aufpralls und verletzte sich oberflächlich. An ihrem Fahrrad entstand ein Schaden von etwa 100 Euro. Der etwa 25 bis 30 Jahre alte und 1,75 Meter große Mann half ihr wieder auf die Beine, stieg dann aber auf sein Rad und fuhr davon. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 03923/7160 oder per E-Mail an efst.prev-abi@polizei.sachsen-anhalt.de.

Bei einer Verkehrskontrolle in der Brehnaer Straße in Bitterfeld-Wolfen entlarvten Polizisten einen gefälschten Führerschein. Am 11. Juni gegen 1.30 Uhr stoppten sie einen VW-Fahrer und kontrollierten das italienische Führerscheindokument des 38-Jährigen. Bei genauerer Betrachtung stellten sie fest, dass es offenbar gefälscht war. Das Dokument wurde einbehalten, die Weiterfahrt untersagt. Gegen den Mann wird nun wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Daneben registrierte die Polizei weitere Verkehrsunfälle mit Sachschaden: Eine 42-Jährige kam am 10. Juni gegen 18 Uhr in Köthen auf der Merziener Straße nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Zaun eines Kleingartenvereins. Der Gesamtschaden beträgt etwa 8.000 Euro. In Zerbst fuhr eine 37-jährige Skoda-Fahrerin am 11. Juni gegen 9 Uhr am Dornburger Platz auf einen 80-jährigen Mitsubishi-Fahrer auf, der verkehrsbedingt abbremsen musste. Beide Fahrzeuge wurden mit jeweils etwa 1.000 Euro Schaden beschädigt.

Bei einem Wildunfall auf der B 100 nahe Gröbern erfasste ein 54-jähriger VW-Fahrer am 10. Juni gegen 22 Uhr ein Reh. Der Schaden am Fahrzeug wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Das Tier konnte an der Unfallstelle nicht mehr gefunden werden.

Wegen Trunkenheit am Steuer ermittelt die Polizei gegen einen 30-jährigen Rollerfahrer. Am 10. Juni gegen 23 Uhr kontrollierten Polizisten den Mann am Dorfplatz in Friedersdorf. Ein Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 0,9 Promille, der durch einen beweissicheren Test in einer Polizeidienststelle annähernd bestätigt wurde. Der Mann musste seinen E-Scooter stehen lassen und seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

In Löbnitz an der Linde entwendeten Unbekannte zwischen dem 8. Juni, 4.30 Uhr, und dem 10. Juni, 18 Uhr, die Kennzeichentafeln eines auf einem Parkplatz in der Ringstraße abgestellten Mazda. Zusätzlich beschädigten sie das Fahrzeug an der Beifahrerseite. Der Gesamtschaden wird auf etwa 2.500 Euro geschätzt.

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