In der vergangenen Woche standen für die Münchner Polizei mehrere Verkehrsunfälle sowie größere Polizeieinsätze im Mittelpunkt. Dabei wurden insgesamt vier Menschen verletzt, darunter ein 70-jähriger Radfahrer, ein 85-jähriger Autofahrer und zwei Fahrer in einem Kollisionsunfall.
Unfall zwischen Pkw und Fahrrad in Neuaubing
Am Freitag, 17. Juli, etwa um 11:30 Uhr, kam es in Neuaubing zu einem Unfall zwischen einem Fahrrad und einem Auto. Ein 70-jähriger Deutscher aus Nordrhein-Westfalen fuhr mit seinem Fahrrad auf dem Radweg der Bodenseestraße stadteinwärts. Gleichzeitig war ein 47-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit seinem Opel auf der gleichen Straße unterwegs. Als der 47-Jährige nach rechts in eine Grundstückeinfahrt abbog, kollidierten die beiden Fahrzeuge. Der 70-Jährige stürzte und wurde verletzt. Ein Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus. Beide Fahrzeuge erlitten leichte Beschädigungen. Die Verkehrspolizei ermittelt.
Autofahrer verliert Kontrolle in Planegg
Am gleichen Tag, etwa um 12:15 Uhr, fuhr ein 85-jähriger Deutscher aus dem Landkreis München mit seinem Opel auf der Neurieder Straße in Richtung Planegger Straße. An der Kreuzung verlor der 85-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Wagen prallte gegen einen Pfosten und eine Schranke und kam nach wenigen Metern an einem weiteren Pfosten zum Stehen. Der Fahrer wurde verletzt. Anwesende Passanten leisteten sofort Erste Hilfe. Ein Rettungshubschrauber musste ihn ins Krankenhaus bringen. Das Auto wurde zum Totalschaden; an Pfosten und Schranke entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Die Hubschrauberlandung führte zeitweise zur Sperrung der Planegger Straße und verursachte Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Verkehrspolizei ermittelt.
Großeinsatz wegen verdächtiger Flüssigkeit in Aschheim
Am Samstag, 18. Juli, gegen 14:15 Uhr, meldete sich ein 58-jähriger Deutscher aus dem Landkreis München beim Notruf 110. Er teilte mit, dass er eine explosive Flüssigkeit in seinem Besitz habe – ein altes Apothekerfläschchen, das er vor Jahrzehnten gekauft hatte und das er nun als gefährliche Chemikalie erkannt hatte. Polizeikräfte und die Feuerwehr rückten aus. Spezialeinsatzkräfte der Münchner Polizei brachten das Fläschchen in Absprache mit der Feuerwehr auf ein Feld und sprengten es dort kontrolliert in einem Loch im Erdboden. Niemand wurde verletzt, und die Chemikalie stellte anschließend keine Gefahr mehr dar. Während des Einsatzes wurden Fuß- und Fahrradwege zeitweise abgesperrt.
Messer-Einsatz in der Isarvorstadt
Am Freitag, 17. Juli, gegen 20:50 Uhr, wurde eine uniformierte Streife der Münchner Polizei darauf hingewiesen, dass eine verletzte Person im Bereich der Bayerstraße liegen würde. Als die Einsatzkräfte Erste Hilfe leisten wollten, zog der Mann plötzlich ein Messer. Weitere Streifen wurden hinzugezogen, darunter eine Quattrostreife. Trotz mehrfacher Aufforderung legte der Mann das Messer nicht beiseite. Im weiteren Verlauf verletzte sich der Mann selbst. Daraufhin setzten eingesetzte Kräfte der Bundespolizei ein Distanz-Elektro-Impuls-Gerät (DEIG) ein und konnten den Mann so überwältigen. Die Polizistinnen und Polizisten versorgten ihn mit Erster Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. Bei dem Mann handelt es sich um einen 56-jährigen Deutschen. Die Münchner Polizei weist darauf hin, dass sie grundsätzlich nicht über Suizidgeschehen berichtet. Für Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen gibt es professionelle Hilfe über die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Großer Polizeieinsatz unter der Wittelsbacherbrücke
Am Sonntag, 19. Juli, etwa um 00:15 Uhr, wurde der Notruf 110 informiert, dass jemand mit einem Messer in der Hand unterhalb der Wittelsbacherbrücke gesichtet worden sei. Sofort fuhren mehrere Streifen zum Einsatzort. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Party mit mehreren hundert Jugendlichen und jungen Erwachsenen stattfand. Viele Personen berichteten den Polizistinnen und Polizisten von einer Schlägerei während der Party. Im weiteren Verlauf wurde ein 16-Jähriger festgestellt, der angab, von mehreren Personen verfolgt und anschließend mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen worden zu sein. Der Teenager war verletzt und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Seine Erziehungsberechtigte wurde verständigt. Durch die starke Polizeipräsenz und direkte Ansprache der Anwesenden löste sich die Menschenansammlung auf. Eine Person mit Messer konnte zu keinem Zeitpunkt festgestellt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Verkehrsschwerpunkteinsatz für Fahrradsicherheit
Am Donnerstag, 16. Juli, zwischen 7:00 und 13:00 Uhr, führten die Polizeiinspektionen 21 (Au) und 22 (Bogenhausen) einen gemeinsamen Verkehrsschwerpunkteinsatz durch. Der Fokus lag auf der Fahrradsicherheit in den Bereichen Berg-am-Laim-Straße, Ampfinger Straße, Rosenheimer Straße und der näheren Umgebung. Es gab mobile und stationäre Kontrollen. Bei knapp 300 kontrollierten Fahrradfahrern wurden insgesamt 164 Verwarnungsgelder wegen Rotlichtverstößen, 66 wegen falscher Straßenbenutzung, 10 wegen Nutzung des Mobiltelefons und 1 Anzeige für ein manipuliertes Fahrrad erhoben. Zwei weitere Autofahrer wurden wegen Haltens oder Fahrens auf Radwegen oder Radfahrstreifen angezeigt. Auch E-Scooter-Fahrer wurden kontrolliert: Es gab 4 Rotlichtverstöße, 1 Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und 1 Anzeige wegen Manipulation und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Bei KraftAutofahrern wurden zudem Fahren unter Einfluss berauschender Mittel und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Die Verkehrspolizei hat die Sachbearbeitung übernommen.
Unfall mit zwei verletzten Autofahrern in Brunnthal
Am Samstag, 18. Juli, etwa um 12:15 Uhr, ereignete sich ein Unfall auf der Staatsstraße 2078 in Brunnthal. Ein 52-jähriger Deutscher aus dem Landkreis München fuhr mit seinem BMW in südliche Richtung und wollte nach links in die Kreisstraße M11 (Münchner Straße) abbiegen. Gleichzeitig fuhr ein 50-jähriger Deutscher aus dem Landkreis München mit seinem BMW entgegenkommend auf der Staatsstraße. Als der 52-Jährige abbog, kollidierten die beiden Wagen. Beide Fahrer wurden verletzt und mussten vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und abgeschleppt. Die Unfallaufnahme führte zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, da die Staatsstraße 2078 weiträumig gesperrt wurde. Im Anschluss musste die Straßenmeisterei einzelne Fahrstreifen sperren, um ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden. Die Verkehrspolizei ermittelt.
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