Die Münchner Polizei hat in dieser Woche gegen mehrere schwere Straftaten ermittelt. Im Mittelpunkt standen Verdächtigungen des Menschenhandels mit umfangreichen Durchsuchungen, ein Messerangriff mit Widerstand gegen Polizeibeamte sowie ein organisierter Callcenterbetrug gegen eine Seniorin.
Menschenhandel und illegale Prostitution
Das Kommissariat 34 führt unter Leitung der Staatsanwaltschaft München I ein großes Ermittlungsverfahren gegen vier deutsche Staatsangehörige im Alter von 42 bis 72 Jahren. Der Vorwurf: Sie sollen Wohnungen an überwiegend asiatische Frauen vermietet haben, damit diese dort der Prostitution nachgingen, obwohl sie keine erforderlichen Aufenthaltstitel besaßen. Die genutzten Wohnungen lagen zudem im Sperrbezirk Münchens, wo Prostitution generell verboten ist. Einem der Verdächtigen wird darüber hinaus vorgeworfen, Frauen aktiv aus dem europäischen Ausland nach Deutschland und zu Wohnungen in Passau gebracht zu haben.
Am 4. August 2026 führte die Polizei daraufhin Durchsuchungen durch. Insgesamt etwa 90 Polizeibeamte waren im Einsatz. Sie durchsuchten zehn Objekte in München sowie zwei weitere Objekte im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, wo zwei der Verdächtigen wohnen. Das Amtsgericht München erließ Haftbefehl gegen den 72-jährigen Verdächtigen. Er wurde festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Gegen ihn und die 64-jährige weibliche Verdächtige wurden zudem Vermögensarreste im hohen sechsstelligen Bereich vollzogen.
In den zehn Prostitutionswohnungen trafen die Beamten insgesamt zehn Frauen an: sechs Vietnamesinnen, eine Chinesin, zwei Deutsche und eine Tschechin. Vier Freier waren ebenfalls anwesend. Die asiatischen Frauen konnten keine gültigen Aufenthaltstitel vorweisen und wurden wegen unerlaubter Prostitutionsausübung und unerlaubten Aufenthalts angezeigt. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Kommunikationsgeräte, Fahrzeuge und Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Auswertung läuft noch.
Messerangriff in Sendling
Am Donnerstag, 6. August 2026, gegen 21:40 Uhr, meldeten mehrere Passanten den Polizeinotruf. Sie berichteten von einem Mann mit Messer und einem weiteren Gegenstand in der Gotzinger Straße in Sendling, der andere Personen bedrohe. Eine Vielzahl von Polizistinnen und Polizisten rückten an.
Vor Ort fanden die Beamten einen 35-jährigen Somalier ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er hielt ein Teppichmesser und einen Schuhspanner in der Hand. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte er zuvor eine 52-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München unvermittelt mit dem Schuhspanner gegen den Rücken geschlagen und sie gestoßen. Die 52-Jährige stürzte und erlitt leichte Verletzungen.
Während des Polizeieinsatzes wehrte sich der 35-Jährige heftig gegen die Beamten. Die Polizisten setzten unmittelbaren Zwang und Pfefferspray ein. Der Verdächtige erlitt dabei leichte Verletzungen und musste von einem Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Die Staatsanwaltschaft München I wurde eingeschaltet; der Mann sollte einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden. Das Kommissariat 24 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt weiter.
Callcenterbetrug in Schwabing-West
Am Donnerstag, 6. August 2026, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau. Die Anruferin gab sich als Ärztin aus und erzählte, dass die Tochter der Seniorin schwer erkrankt sei und dringend ein teures Medikament benötige. Durch geschickte Gesprächsführung brachte die Betrügerin die über 80-Jährige dazu, Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren zehntausend Euro an einen unbekannten Abholer zu übergeben. Dies geschah zwischen 18:40 und 20:40 Uhr.
Nach der Übergabe erkannte die Seniorin, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Sie verständigte ihre Tochter, die daraufhin die Polizei anrief. Die Beamten sicherten umfangreiche Spuren. Das Kommissariat 61 ermittelt weiter.
Der Abholer wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 170 cm groß, etwa 25 Jahre alt, schlank, südländisches Erscheinungsbild, lange Hose und blaues T-Shirt. Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen 18:40 und 20:40 Uhr im Bereich Lerchenauer Straße, Birnauer Straße, Schleißheimer Straße und Fürstenbergstraße in Schwabing-West Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Kommissariat 61 unter 089 2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Trickdiebstahl in Berg am Laim
Am Donnerstag, 6. August 2026, gegen 10:40 Uhr, wurden ein 85-jähriger Deutscher und sein Nachbar in Berg am Laim Zeugen eines Trickdiebstahls. Ein silberner Audi mit ungarischem Kennzeichen hielt an, und zwei Personen sprachen den Senior an. Sie legten ihm aus dem Fahrzeug heraus mehrere vermeintlich echte Goldketten als Geschenk um den Hals und steckten ihm einen Goldring an. Der Senior bemerkte nicht, dass ihm seine tatsächlich getragene echte Goldkette im Wert eines mittleren vierstelligen Betrages abgenommen und gestohlen wurde.
Ein aufmerksamer Nachbar beobachtete die Situation und alarmierte die Polizei. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte fuhren die beiden Täter mit ihrem Fahrzeug in Richtung A94 weg. Eine eingeleitete Fahndung verlief bislang ohne Erfolg. Das Kommissariat 55 ermittelt weiter.
Der männliche Täter wird beschrieben als: etwa 20 bis 30 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild, dunkle Haare, Drei-Tage-Bart, helles T-Shirt, sprach gebrochenes Deutsch. Die weibliche Täterin: etwa 20 bis 30 Jahre alt, rundliches Gesicht, südländisches Erscheinungsbild, grünes Kopftuch, auffällige goldfarbene Ohrringe, mehrere goldfarbene Armbänder, weißes T-Shirt, sprach gebrochenes Deutsch.
Zeugen, die im Bereich Josef-Ritz-Weg, Baumkirchner Straße oder Bertschstraße in Berg am Laim Wahrnehmungen gemacht haben oder Angaben zu den Tätern oder ihrem Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 55 unter 089 2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Versuchter Mord in Neuhausen-Nymphenburg — Verdächtiger gefasst
Bereits am Freitag, 31. Juli 2026, gegen 10:20 Uhr, kam es zu einem versuchten Tötungsdelikt in einem Mehrfamilienhaus in der Schachenmeierstraße. Ein 35-jähriger Kosovare mit Wohnsitz in München hatte an einer Wohnungstür geklingelt. Als ein 42-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck die Tür öffnete, verletzte ihn der Kosovare mit einem Messer und Faustschlägen. Anschließend flüchtete der Verdächtige.
Das Kommissariat 11 übernahm die Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München Haftbefehl sowie einen Europäischen Haftbefehl gegen den 35-Jährigen, unter anderem wegen versuchten Mordes.
Am Donnerstag, 6. August 2026, gegen 21:45 Uhr, stellte sich der kosovarische Staatsangehörige bei einer Polizeiinspektion in München. Der Haftbefehl wurde vollstreckt. Er sollte dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Entscheidung über die Haftfrage vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu Tathintergrund und Tatmotiv laufen weiter.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern
Mehr Polizeimeldungen:
Berichte ausschließlich aus amtlichen und seriösen Quellen: Polizeiberichte, Meldungen der Gerichte, Informationen der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamtes.
Zur Übersicht →Berichte ausschließlich aus amtlichen und seriösen Quellen: Polizeiberichte, Meldungen der Gerichte, Informationen der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamtes.
Zur Übersicht →