Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lässt sich während seines Urlaubs über den Drohnen-Zwischenfall am Leipziger Flughafen regelmäßig unterrichten. Eine öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall bleibt der Kanzler jedoch weiterhin schuldig.
Der Regierungschef „begleitet dieses Thema natürlich intensiv“, erklärte stellvertretender Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag. Merz stehe „in intensivem Kontakt, vor allem mit dem Bundesinnenminister und mit auch mit allen anderen in diesen Fragen relevanten Stakeholdern“.
Am Freitag habe sich der Nationale Sicherheitsrat unter Leitung von Merz mit dem Drohnen-Vorfall auseinandergesetzt, unterstrich Hille. Der Kanzler befinde sich Berichten zufolge weiterhin nicht in Berlin. Allerdings sei er „für alle etwaigen möglichen nötigen Schritte immer verfügbar“. Auf die Frage, wann die Öffentlichkeit mit einer Stellungnahme Merz‘ rechnen könne, antwortete der Sprecher nicht.
Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hält sich bei Details bedeckt. Eine Sprecherin des Innenministeriums wollte am Montag nicht präzisieren, wen Dobrindt damit meinte, als er von „fremden Mächten“ als möglichem Verursacher sprach. Dies sei „Teil der laufenden Ermittlungen“.
Autor: dts Nachrichtenagentur