Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach der Todesfahrt beim Berliner Christopher Street Day (CSD) entschlossenes Handeln angekündigt, gleichzeitig aber zu Besonnenheit gemahnt. „Wir werden alles tun, um den oder die Täter so schnell wie möglich zu fassen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag vor der Marienkirche in Berlin.
Merz kündigte an, dass die Bundesregierung „über Konsequenzen nachdenken und mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden“ werde. Die Extremisten hätten in der Mitte der Gesellschaft keinen Platz. „Und wir werden nicht zulassen, dass dieses Gift des Terrorismus und dieses Gift gegen unsere Freiheit weiter um sich greift in unserer Gesellschaft“, betonte der Kanzler. Man werde die Freiheit verteidigen: „Wir sind mehr. Wir sind stärker. Und wir halten in unserem Land zusammen.“
Nach Ermittlerangaben raste der 21-jährige Abdul B. am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten, wo CSD-Teilnehmer feierten. Der Wagen prallte gegen einen Baum, der Fahrer flüchtete. Laut Innenministerium griff er mit einer Machete auf Passanten an, mehrere Personen wurden durch Stichverletzungen verletzt. Insgesamt wurden nach jüngsten Informationen 29 Menschen verletzt, eine Frau kam ums Leben. Die Fahndung nach dem Täter läuft weiterhin.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte am Sonntagnachmittag an, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehmen wird.
Autor: dts Nachrichtenagentur