Messerkriminalität in Dortmund deutlich zurückgegangen – Polizei startet Videokampagne für Jugendliche

Die Messerkriminalität in Dortmund ist in den ersten fünf Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. Während die Polizei von Januar bis Mai 2025 noch 213 Straftaten im Zusammenhang mit Messern registrierte, waren es im gleichen Zeitraum 2026 nur noch 132 Fälle – ein Rückgang um 81 Straftaten.

„Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis des bereits 2024 entwickelten Handlungs- und Maßnahmenkonzeptes zur Bekämpfung der Messerkriminalität hier bei uns in Dortmund“, erklärte der stellvertretende Behördenleiter Achim Stankowitz. Mit der Präsenzkonzeption „Fokus“ bringe die Polizei mehr Personal auf die Straße. Die Konzeption wurde zuletzt um speziell zugeschnittene Präsenzmaßnahmen in allen Polizeiinspektionen ergänzt.

Messerstraftaten stehen aufgrund ihrer Gefährlichkeit bei allen Polizistinnen und Polizisten besonders im Fokus. „Messer haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen“, betonte Stankowitz. Die Beamtinnen und Beamten seien für dieses Phänomen sensibilisiert und handelten bei entsprechenden Sachverhalten konsequent.

Auch die Bündelung und Spezialisierung der kriminalpolizeilichen Arbeit im Gewaltkommissariat trägt zur Erhöhung der Aufklärungsquote bei. Tatzusammenhänge können besser erfasst und Wiederholungstätern konsequenter entgegengetreten werden. Die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft wird enger – ein Vorgehen, das sich bereits in anderen Deliktsbereichen bewährt hat, zuletzt bei der Sonderkommission „Rechts“.

Einen wichtigen Baustein bilden die individuell ausgesprochenen Messertrageverbote. Seit Einführung des Maßnahmenkonzeptes im April 2024 wurden insgesamt 214 Verbotsverfügungen rechtskräftig ausgesprochen. Die stetigen Kontrollen zeigen Wirkung: Allein im April 2026 fanden Polizistinnen und Polizisten bei 58 Kontrollen von Personen mit gültiger Verbotsverfügung tatsächlich kein Messer vor.

In 44 Fällen stellte die Polizei einen Verstoß gegen die Verbotsverfügung fest und legte ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro beim Erstverstoß fest. Derzeit hat die Dortmunder Polizei Zahlungsbescheide in Höhe von 12.500 Euro zugestellt.

Am 10. Juni startet die Polizei Dortmund eine neue Videoreihe in den sozialen Medien, die sich gezielt an junge Menschen richtet. Der „Reality Check: Messer“ soll nicht mit erhobenem Zeigefinger zu gesetzestreuem Verhalten ermahnen, sondern über die Verbote im Umgang mit gefährlichen Gegenständen aufklären. Die Videos informieren auch über die Konsequenzen, die bei wissentlichem oder unwissentlichem Verstoß drohen.

Ein Weiterleiten der Videos von Eltern an ihre Kinder, von Lehrern an ihre Schülerinnen und Schüler oder Trainern an ihre Sportlerinnen und Sportler ist ausdrücklich erwünscht.

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