In München hat die Polizei am Dienstag mehrere Einsätze bearbeitet. Im Mittelpunkt stand ein Messerangriff in Au-Haidhausen, bei dem ein 46-Jähriger verletzt wurde, sowie drei Fahrradunfälle mit teils schweren Verletzungen.
Messerangriff in der Sedanstraße
Gegen 16:45 Uhr gingen mehrere Notrufe über eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern vor einem Anwesen in der Sedanstraße ein. Der Anrufer teilte mit, dass einer der Beteiligten einen spitzen Gegenstand mit sich führe. Die Polizei rückte mit mehreren Streifen an, ebenso die Feuerwehr München.
Vor Ort fanden die Beamten einen 46-Jährigen mit kroatischer Staatsangehörigkeit aus Landshut vor. Er hatte eine Verletzung am Unterarm. Nach bisherigen Erkenntnissen war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem unbekannten Täter gekommen, der den 46-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand verletzt hatte.
Bei der sofort eingeleiteten Fahndung stellten die Beamten einen 21-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland in der Nähe des Tatortes und nahmen ihn vorläufig fest. Ein möglicher, bei der Tat verwendeter spitzer Gegenstand wurde in der Nähe des Tatortes aufgefunden und sichergestellt.
Der 21-Jährige wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht und sollte im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass auch der 46-Jährige im Verlauf der Auseinandersetzung körperliche Gewalt angewendet haben soll. Gegen ihn wurde ebenfalls ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Das Kommissariat 26 führt die weiteren Ermittlungen.
Zusammenstoß zwischen Radfahrer und Fußgängerin in Obersendling
Gegen 11:25 Uhr fuhr ein 29-jähriger Deutscher auf einem Rennrad den rechten Radweg der Aidenbachstraße von der Siemensallee in Richtung Boschetsrieder Straße. Auf Höhe der Hausnummer 99 betrat eine über 90-jährige Deutsche unvermittelt den Radweg. Der Radfahrer versuchte auszuweichen, konnte den Zusammenstoß aber nicht verhindern. Beide stürzten.
Die über 90-Jährige wurde schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der 29-Jährige erlitt leichte Verletzungen und suchte eigenständig einen Arzt auf. Am Rennrad entstand leichter Sachschaden. Die Münchner Verkehrspolizei ermittelt weiter.
Radfahrer kollabiert auf dem Rundfunkplatz – Helfer retten Leben
Gegen 15:45 Uhr fuhr ein 70-jähriger Deutscher auf seinem Fahrrad über den Rundfunkplatz von der Marsstraße in Richtung Arnulfstraße. Aufgrund einer medizinischen Ursache verlor er das Bewusstsein und stürzte.
Zufällig anwesende Ersthelfer begannen sofort mit Reanimationsmaßnahmen. Ärzte einer nahegelegenen Arztpraxis übernahmen die Maßnahmen, bis der Rettungsdienst eintraf. Der 70-Jährige wurde unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht. Sein Fahrradhelm verhinderte schwerere, sturzbedingte Kopfverletzungen. Am Fahrrad entstand kein Sachschaden. Die Münchner Verkehrspolizei führt die Ermittlungen weiter.
Fahrrad überfährt rote Ampel – Zusammenstoß mit Kleintransporter in der Altstadt
Gegen 16:10 Uhr fuhr ein 23-jähriger Deutscher auf dem rechten Radweg des Isartorplatzes von der Zweibrückenstraße Richtung Isartor. An der Kreuzung zum Thomas-Wimmer-Ring wollte er diese geradeaus überqueren. Zur gleichen Zeit fuhr ein 25-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Miesbach mit einem Kleintransporter den Thomas-Wimmer-Ring von der Maximiliansstraße kommend.
Der Radfahrer fuhr trotz Rotlicht in den Kreuzungsbereich ein und kollidierte mit dem querenden Kleintransporter. Der 23-Jährige wurde schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Der 25-Jährige und sein Beifahrer blieben unverletzt. An Fahrrad und Kleintransporter entstand leichter Sachschaden im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Unfallaufnahme führte zu einer teilweisen Straßensperrung und Verkehrsbeeinträchtigungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen übernommen und weist in diesem Zusammenhang darauf hin: Das Tragen von Fahrradhelmen kann Kopfverletzungen verhindern oder deren Ausmaß verringern. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei allen Radfahrern, entsprechende Helme zu tragen.
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