In München beschäftigten mehrere Polizeieinsätze die Beamten am Mittwoch und Dienstag. Im Mittelpunkt standen eine schwere Körperverletzung in der Ludwigvorstadt, ein Sexualdelikt im Linienbus sowie ein Brand in einer Tiefgarage.
Am Mittwoch gegen 7.20 Uhr rückte eine Vielzahl von Polizeistreifen zu einer körperlichen Auseinandersetzung in einem Beherbergungsbetrieb in der Ludwigvorstadt aus. Vor Ort fanden die Beamten einen verletzten 33-jährigen Senegalesen mit Wohnsitz im Landkreis Miesbach. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht – Lebensgefahr besteht nicht. Als mutmaßlicher Verursacher der Verletzungen wurde ein 39-jähriger Senegalese ohne festen Wohnsitz vorläufig festgenommen. Das Kommissariat 11 hat die Ermittlungen übernommen und führt umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Während des Einsatzes kam es im Bereich der Landwehrstraße und der Goethestraße zu größeren Verkehrsbehinderungen.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch gegen 0.15 Uhr ereignete sich ein Sexualdelikt in einem Linienbus. Ein 31-jähriger Ungar ohne festen Wohnsitz in Deutschland fasste im hinteren Bereich des Busses eine 42-jährige Münchenerin mehrfach unsittlich an und versuchte, sexuelle Handlungen durchzuführen. Die Frau wehrte sich, indem sie den Mann wegdrückte. Der Busfahrer bemerkte die Situation, hielt im Bereich der Fürstenrieder Straße an und alarmierte die Polizei. Die Türen blieben bis zum Eintreffen der Beamten geschlossen, sodass sich der Täter nicht entfernen konnte. Bei der Festnahme wehrte sich der 31-Jährige, musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Er wurde wegen sexuellen Übergriffs und sexueller Belästigung angezeigt und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Am heutigen Tag wird er einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Das Kommissariat 15 übernahm die weiteren Ermittlungen.
Am Dienstag gegen 11.50 Uhr löste eine Brandmeldeanlage in einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses in Berg am Laim Alarm aus. Die Feuerwehr stellte einen brennenden Fiat vor und einen durch das Feuer beschädigten VW fest. Während des Löscheinsatzes sperrte die Polizei Bereiche der Bad-Schachener-Straße und Krumbadstraße sowie verschiedene Treppenabgänge zur Tiefgarage ab. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Brandfahnder der Münchner Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und suchen Zeugen, die im angegebenen Zeitraum im Bereich Bad-Schachener-Straße und Krumbadstraße Wahrnehmungen gemacht haben.
Ebenfalls am Dienstag gegen 10.50 Uhr fiel eine über 80-jährige Münchenerin auf einen organisierten Callcenterbetrug herein. Ein unbekannter Mann gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und kündigte eine Hausüberprüfung wegen angeblicher Einbrüche in der Nachbarschaft an. Kurz darauf erschienen zwei unbekannte Männer an ihrer Wohnadresse in Trudering, gaben sich ebenfalls als Polizeibeamte aus und ließen sich von der Seniorin den Tresorschlüssel aushändigen. Sie entwendeten Schmuck und Goldmünzen im Wert eines fünfstelligen Eurobetrages und entfernten sich in unbekannte Richtung. Einer der Täter wird als etwa 180 Zentimeter groß und schlank beschrieben. Das Kommissariat 61 führt umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch und bittet Zeugen, die im Bereich zwischen Bajuwarenpark und Groschenweg verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich zu melden.