Nach einer verheerenden Sturzflut in Nepal mit mindestens mehreren dutzend Toten und hunderten Vermissten bleibt die Situation für deutsche Staatsangehörige unklar. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Mittwoch mit, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine Kenntnis von betroffenen deutschen Bürgern vorliegt. Allerdings wurden entsprechende Medienberichte bislang nicht bestätigt.
„Das gesamte Ausmaß der Sturzflut ist aktuell noch schwer abzuschätzen und die Lage in Nepal noch unübersichtlich“, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes gegenüber der dts Nachrichtenagentur. Gleichzeitig warnte die Behörde: „Es sei leider mit sehr vielen Todesopfern zu rechnen.“
Nach einer offiziellen Liste nepalesischer Behörden werden derzeit 384 Personen vermisst, darunter 291 Ausländer. Bei 111 dieser Personen ist die Nationalität noch unklar. Die meisten der vermissten Ausländer stammen aus Indien (mindestens 142 Personen), gefolgt von 17 Personen aus Malaysia, zwölf aus Großbritannien, vier aus Südafrika und drei aus den USA. Je eine vermisste Person kommt aus Australien und den Niederlanden.
Die Deutsche Botschaft in Kathmandu steht nach Angaben des Auswärtigen Amtes in engem Kontakt mit den lokalen nepalesischen Behörden, um die Situation zu klären.
Aufnahmen vom Katastrophenort zeigen das volle Ausmaß der Verwüstung: Sturzfluten rissen Gebäude, Brücken und Straßen mit sich fort oder beschädigten sie schwer. Nicht bei allen verfügbaren Aufnahmen konnte die Echtheit direkt verifiziert werden.
Autor: dts Nachrichtenagentur