Neckar-Odenwald-Kreis: Einbruchversuch, Kupferdiebstahl und Verstöße beim Jugendschutz

(Symbolbild)

Der Neckar-Odenwald-Kreis beschäftigt die Polizei derzeit mit mehreren Straftaten: einem gescheiterten Einbruch in Buchen, einem massiven Kupferdiebstahl in Walldürn und besorgniserregenden Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz in Supermärkten und Tankstellen.

Am Mittwochabend versuchte ein Unbekannter in ein Einfamilienhaus in der Unteren Vorstadtstraße in Buchen einzubrechen. Zwischen 18 Uhr und 23:45 Uhr machte sich der Täter an der Haustür zu schaffen und versuchte, diese gewaltsam zu öffnen. Der Versuch misslang – der Eindringling kam nicht ins Hausinnere. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die in diesem Zeitraum verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Polizeirevier Buchen unter der Telefonnummer 06281 9040 entgegen.

Ein deutlich größerer Schaden entstand bei einem Diebstahl auf dem Gelände der Stadtwerke Walldürn. In der Nacht von Montag auf Dienstag zwischen 0:20 Uhr und 2 Uhr öffneten mindestens drei Unbekannte gewaltsam den Zaun des Werksgeländes in der Würzburger Straße. Die Täter entnahmen Altmetall aus den Schrottcontainern, transportierten es ab und rollten anschließend eine Kabeltrommel mit Erdkabel über das Werksgelände. Auch dieses Kupferkabel stahlen sie. Der Wert des gestohlenen Kupferkabels wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Für den Abtransport des Diebesguts müssen die Einbrecher ein größeres Fahrzeug genutzt haben. Das Kriminalkommissariat Mosbach bittet unter der Telefonnummer 06261 8090 um Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen in der Nacht zum Dienstag im Bereich der Stadtwerke.

Besorgniserregend ist zudem das Ergebnis von Tabak-Testkäufen, die das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis Mitte Juli in Zusammenarbeit mit der Polizei durchführte. Jugendliche Testkäufer prüften, ob beim Verkauf von Tabakwaren und nikotinhaltigen Produkten wie Vapes das Jugendschutzgesetz eingehalten wird. Das Gesetz verpflichtet Verkäufer und Verkäuferinnen, sich im Zweifelsfall einen Ausweis zeigen zu lassen und Tabakwaren sowie andere nikotinhaltige Erzeugnisse nicht an Minderjährige abzugeben.

Das Ergebnis war aus Präventionssicht unbefriedigend: Bei mehr als der Hälfte der Testkäufe in Supermärkten und Tankstellen kam es zu Beanstandungen. Manche Verkäufer verlangten zunächst korrekt den Personalausweis, gaben die Tabakwaren dann aber doch an die Jugendlichen ab. In etlichen Fällen wurden die Produkte sogar ohne Kontrolle verkauft.

Positiv hervorzuheben sind zwei Verkäufer, die sich vorbildlich verhielten: Fatmir Gjemaili von der Jet-Tankstelle Mosbach und Amadeus Köhler von der Elan-Tankstelle Mosbach verlangten den Ausweis und gaben nach der Alterskontrolle keine Tabakwaren ab. Beide erhielten schriftliches Lob von der Kommunalen Kriminalprävention.

In den Fällen mit Beanstandungen führten Polizei und Landratsamt Aufklärungsgespräche mit dem Verkaufspersonal und den Marktleitungen. Gegen diese Betriebe werden Geldbußgelder verhängt. Marius Müller, Leiter des Referats Prävention der Außenstelle Mosbach, und Marion Günther, Geschäftsbereichsleiterin der Zentralstelle beim Landratsamt, sehen einen Grund für die Verstöße auch im Zeitdruck an den Kassen. Das Verkaufspersonal wurde eindringlich gebeten, sich für die Ausweiskontrolle die nötige Zeit zu nehmen und die vorhandenen Hilfsmittel wie Displayanzeigen an der Kasse zu nutzen, um eine korrekte und schnelle Altersberechnung zu ermöglichen.

„Die hohe Anzahl der festgestellten Verstöße zeigt, dass beim Jugendschutz weiterhin Handlungsbedarf besteht. Alterskontrollen dürfen nicht zur Ausnahme werden, sondern müssen konsequent durchgeführt werden. Die Testkäufe dienen nicht der Sanktionierung, sondern sollen für die Bedeutung eines wirksamen Jugend- und Gesundheitsschutzes sensibilisieren“, erklärt Marius Müller. Beide Verantwortliche sehen weiterhin erheblichen Sensibilisierungsbedarf bei den Verkaufsstellen: „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig kontrollieren! Ziel der Testkäufe ist es, für die Einhaltung des Jugendschutzes zu sensibilisieren, was im Interesse aller Verkaufsstellen liegen sollte.“

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