Neue Betrugsmasche: Falsche Krankenhaus-Mitarbeiter fordern Geld für angebliche Krebsbehandlung

(Symbolbild)

Die Polizeidirektion Itzehoe warnt vor einer neuen Welle von Schockanrufen, bei der sich Betrüger als Krankenhaus-Mitarbeiter ausgeben. Vor allem im Kreis Steinburg häufen sich derzeit diese Fälle.

Die Täter gehen dabei mit einer perfiden Masche vor: Sie behaupten am Telefon, die Tochter oder der Sohn des Angerufenen befinde sich wegen einer routinemäßigen Darmspiegelung in der Klinik. Während der Untersuchung sei jedoch eine Krebserkrankung festgestellt worden. Anschließend behaupten die Betrüger, eine sofortige, lebensnotwendige Behandlung müsse eingeleitet werden oder sehr teure Medikamente aus der Schweiz eingekauft werden – diese müssten jedoch privat und per Vorkasse bezahlt werden.

Im weiteren Gesprächsverlauf fragen die Betrüger gezielt nach vorhandenem Bargeld und Wertgegenständen im Haus der Opfer.

Die Polizei weist darauf hin, dass sich die Legenden der Betrüger ständig verändern. Während früher meist das Vortäuschen von Polizei und Staatsanwaltschaft im Vordergrund stand, weichen die Täter nun auf Krankenhaus-Szenarien aus. Parallel dazu sind jedoch auch die altbekannten Maschen falscher Polizeibeamter nach wie vor aktiv.

Die Betrüger setzen bewusst auf den Schockmoment, um ihre Opfer emotional unter Druck zu setzen und logisches Nachdenken zu verhindern. Die Polizei rät daher dringend zu gesundem Misstrauen, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger oder Klinikmitarbeiter ausgeben und Geld fordern. Außerdem sollten am Telefon niemals Auskünfte über finanzielle Verhältnisse, Bargeld oder Wertsachen gegeben werden.

Bei Forderungen nach Geld oder Wertsachen sollte das Gespräch sofort beendet werden. Die Polizei empfiehlt, selbst Kontakt mit den Angehörigen unter bekannten Nummern aufzunehmen oder im Zweifel die betroffene Institution über die offiziellen, öffentlich zugänglichen Telefonnummern zurückzurufen. Weder Behörden noch Krankenhäuser fordern Bargeld oder Wertsachen am Telefon oder verlangen eine Übergabe an der Haustür.

Die Polizei bittet zudem darum, insbesondere ältere Angehörige und Nachbarn über diese neuen Formen des Telefonbetrugs zu informieren. Wer einen solchen Anruf erhalten hat, wird gebeten, sich unverzüglich über den Notruf 110 oder bei der örtlich zuständigen Kriminalpolizei zu melden.

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