Niedersachsen: Geteilte Bodenfeuchte-Lage mit Trockenheit im Osten – Stand 11. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Niedersachsen eine regional stark differenzierte Bodenfeuchte-Situation. Während der westliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, dominieren im östlichen Niedersachsen hellgelbe bis orange Bereiche, die ungewöhnlich trockene bis moderate Dürrebedingungen anzeigen. Kleinere rote Bereiche im Nordosten zeigen punktuell schwere Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet präsentiert sich der Westen Niedersachsens von der niederländischen Grenze bis etwa zur Weser-Linie größtenteils in grünen Farbtönen, was normale Bodenfeuchte-Verhältnisse signalisiert. Der Übergangsbereich um Hannover zeigt überwiegend hellgelbe Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Bedingungen. Im östlichen Niedersachsen, besonders in der Region um Braunschweig und Wolfsburg, dominieren orange Bereiche mit moderater Dürre. Die intensivsten Trockenheitssignale mit schwerer Dürre (rot) konzentrieren sich auf begrenzte Gebiete im Nordosten des Bundeslandes.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 32,5 mm Niederschlag eine durchaus ergiebige Regenperiode bei moderaten Temperaturen um 14,3°C. Da der UFZ-Dürremonitor jedoch ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, sind diese jüngsten Niederschläge nur teilweise in der aktuellen Karte berücksichtigt. Der träge reagierende Gesamtboden benötigt längere Zeit, um die kurzfristigen Niederschläge zu reflektieren.

Für die betroffenen östlichen Regionen bedeuten die moderaten Dürrebedingungen eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der landwirtschaftlichen Bewässerung und Waldbeobachtung. Die Wasserversorgung ist jedoch nicht gefährdet. Die westlichen Landesteile profitieren weiterhin von ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Mit den prognostizierten 10,5 mm Niederschlag in den kommenden drei Tagen bei moderaten Temperaturen um 16,9°C könnte sich die Situation in den betroffenen Gebieten schrittweise entspannen.

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