Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte vom 27. Mai zeigt für Niedersachsen eine regional stark differenzierte Bodenfeuchtesituation. Während der östliche Landesteil von moderater bis schwerer Dürre betroffen ist, verzeichnet der Nordwesten normale bis leicht feuchte Verhältnisse. Etwa ein Drittel der Landesfläche weist normale Bodenfeuchte auf.

Besonders der östliche Bereich Niedersachsens zeigt deutliche Trockenheit: Weite Gebiete sind orange eingefärbt und fallen damit in die Kategorie „moderate Dürre“, während sich im äußersten Nordosten rote Flächen mit „schwerer Dürre“ abzeichnen. Der zentrale Bereich des Landes ist überwiegend hellgelb markiert und damit „ungewöhnlich trocken“. Im Kontrast dazu präsentiert sich der Nordwesten mit normalen bis leicht feuchten Bodenverhältnissen in grünen und blauen Farbtönen.
Das aktuelle Wetter verschärft die Situation in den betroffenen Gebieten: In den vergangenen sieben Tagen fiel landesweit kein Niederschlag, bei Durchschnittstemperaturen von 18°C und Höchstwerten bis 29,9°C. Für die kommenden drei Tage werden lediglich 2,6 mm Niederschlag erwartet – zu wenig, um die im 14-Tage-Mittel der UFZ-Karte sichtbare Trockenheit des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe nennenswert zu verbessern.
Die moderate bis schwere Dürre in den östlichen Landesteilen kann sich auf die Landwirtschaft auswirken, insbesondere auf Kulturen mit tieferen Wurzelsystemen. Forstwirtschaftliche Flächen in diesen Gebieten sollten verstärkt beobachtet werden. Die normalen Bodenfeuchteverhältnisse im Nordwesten bieten hingegen weiterhin günstige Bedingungen für Vegetation und Wasserversorgung.
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