Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 6. Juni zeigt für Niedersachsen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte. Während der östliche Landesteil moderate Dürreklassen aufweist, verzeichnen westliche und nordwestliche Regionen normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Im östlichen Niedersachsen, insbesondere in Bereichen der Lüneburger Heide und angrenzenden Gebieten, dominieren orange Flächen der Klasse „moderate Düerre“. Vereinzelt zeigen sich auch rote Bereiche mit schwerer Dürreklasse. Der westliche und nordwestliche Landesteil hingegen weist überwiegend weiße bis grüne Farbgebung auf, was normale bis überdurchschnittliche Bodenfeuchte anzeigt. Die Küstenregionen und Teile des Emslandes zeigen sogar bläuliche Bereiche mit erhöhter Bodenfeuchtigkeit.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche relativieren das Kartenbild: Mit durchschnittlich 33 mm Niederschlag und moderaten Temperaturen um 15,8°C hat sich die oberflächennahe Bodenfeuchte bereits verbessert. Da der UFZ-Dürremonitor jedoch den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Niederschläge. Die kommenden drei Tage bringen weitere 10,5 mm Niederschlag bei milden Temperaturen bis 22,3°C.
Für die Landwirtschaft in den östlichen Regionen bedeutet die moderate Dürreklasse erhöhten Bewässerungsbedarf, während die westlichen Landesteile von ausreichender Bodenfeuchtigkeit profitieren. Die Forstwirtschaft sollte in den betroffenen Gebieten die Waldbrandgefahr im Blick behalten, auch wenn die jüngsten Niederschläge Entspannung bringen.
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