Niendorf: Kundenzentrum soll erhalten bleiben

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel fordert die Behörde für Finanzen und Bezirke auf, die geplante Schließung des Kundenzentrums Niendorf am Garstedter Weg zu stoppen. Ein entsprechender Antrag steht am 14. September auf der Tagesordnung des Regionalausschusses Lokstedt/Niendorf/Schnelsen zur Vorberatung.

Nach dem Schließen des Kundenzentrums am Grindelberg wäre Niendorf das letzte in Eimsbüttel. Der Bezirk hat rund 278.000 Einwohner auf knapp 50 Quadratkilometern und weist damit die zweithöchste Bevölkerungsdichte aller Hamburger Bezirke auf. In Niendorf allein leben gut 42.000 Menschen, im angrenzenden Schnelsen weitere rund 31.700. Nach Ansicht der Antragsteller rechtfertigt dies den Erhalt eines Kundenzentrums vor Ort.

Das Argument, dass Digitalisierung Kundenzentren überflüssig mache, greife zu kurz, heißt es in dem Antrag. Für Personalausweise und Reisepässe schreibt das Gesetz das persönliche Erscheinen vor. Diese Wege zumutbar lange durch die Stadt zu machen, sei nicht vertretbar.

Die Bezirksversammlung empfiehlt der Behörde, den Erhalt des Kundenzentrums dauerhaft zu sichern. Sollte ein vollständiger Betrieb temporär nicht möglich sein, soll zumindest ein reduzierter Einschichtbetrieb eingerichtet werden, um grundlegende Dienste vor Ort zu garantieren. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung soll den Senator für Finanzen und Bezirke innerhalb von drei Monaten in den Regionalausschuss einladen, um über das Prüfungsergebnis zu berichten.

Quelle: Bezirksversammlung Eimsbüttel, Drucksache 22-2495 · Ratsinformationssystem · Transparenzportal Hamburg