Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord befasst sich am 14. September mit einem Vorschlag des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg. Dieser zielt darauf ab, den Radverkehr auf der Veloroute 6 flüssiger zu gestalten.
Das Problem: An den Kreuzungen Uferstraße mit Richardstraße und Wagnerstraße stauen sich Autos regelmäßig so weit zurück, dass sie in den Bereich der Fahrradstraße ragen. Grund sind Fußgänger-Lichtsignalanlagen unmittelbar nördlich davon. Radfahrende können dann nur schwer vorankommen — besonders kritisch für Kinder und weniger geübte Fahrende, da wartende Fahrzeuge die Sicht versperren.
Der Ausschuss schlägt vor, dass die Straßenverkehrsbehörde prüft, ob die Hamburger Richtlinien für Verkehrszeichen überarbeitet werden können. Ziel wäre, Wartelinien im Sinne der Straßenverkehrs-Ordnung in solchen Situationen zulässig zu machen — also Markierungen auf der Fahrbahn, die Autos auf den vorgesehenen Positionen halten. Für die beiden genannten Kreuzungen sollen konkret Wartelinien angeordnet werden, nötigenfalls als Ausnahmegenehmigung. Ergänzend werden Hinweisschilder „Bei Rot hier halten“ vorgeschlagen.
Ein Präzedenzfall existiert bereits: Am Holzdamm in St. Georg wurde eine Wartelinie markiert, um die Veloroute 6 freizuhalten. Solche Markierungen sind in der Straßenverkehrs-Ordnung vorgesehen und können Kreuzungsbereiche offenhalten sowie die Verkehrssicherheit erhöhen.
Quelle: Bezirksversammlung Hamburg-Nord, Drucksache 22-2257.1.1 · Ratsinformationssystem · Transparenzportal Hamburg