Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte für Nordrhein-Westfalen zeigt ein geteiltes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der nördliche Teil des Bundeslands überwiegend normale Bodenfeuchte aufweist, zeigen sich im südlichen Nordrhein-Westfalen Bereiche mit moderater Dürreklasse (orange) und ungewöhnlich trockenen Bedingungen (hellgelb).

Regional betrachtet sind die Gebiete nördlich von etwa 51,5°N weitgehend von normaler bis ausreichender Bodenfeuchte geprägt, erkennbar an den weißen und teilweise grünen Bereichen auf der Karte. Im Kontrast dazu zeigen sich im südlichen Landesteil, insbesondere in den Regionen um 50,5°N, orangefarbene Bereiche, die einer moderaten Dürreklasse entsprechen. Vereinzelt sind auch kleine rote Flächen zu erkennen, die eine schwere Dürreklasse anzeigen. Die östlichen Landesteile weisen überwiegend hellgelbe Bereiche auf, was ungewöhnlich trockenen Bedingungen entspricht.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 13 mm Niederschlag unterdurchschnittliche Regenmengen bei einer Durchschnittstemperatur von 20,4°C. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, spiegelt sie die träge Reaktion der tieferen Bodenschichten wider. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 21,6 mm Niederschlag könnten zu einer kurzfristigen Erholung der Oberbodenschichten führen, während der Gesamtboden verzögert reagiert.
Die moderate Dürreklasse im südlichen Nordrhein-Westfalen bedeutet statistisch ein Ereignis, das etwa alle zehn Jahre auftritt. Für die Landwirtschaft kann dies zu leicht erhöhtem Bewässerungsbedarf führen, während die Forstwirtschaft die Entwicklung beobachten sollte. Die Wasserversorgung ist in den betroffenen Gebieten noch nicht beeinträchtigt, jedoch empfiehlt sich eine aufmerksame Verfolgung der weiteren Entwicklung.
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