Nürnberg: Zwei weitere Männer wegen Vergewaltigungen und Drogenabgabe festgenommen

(Symbolbild)

Die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ hat am Wochenende zwei weitere Tatverdächtige festgenommen, die Mädchen und junge Frauen im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs sexuell missbraucht und mit Betäubungsmitteln versorgt haben sollen. Mit den neuen Festnahmen sitzen nun insgesamt zehn Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Ein 21-jähriger syrischer Staatsangehöriger soll am frühen Freitagmorgen (03.07.2026) zwei Mädchen im Alter von 15 und 18 Jahren in einer Wohnung in der Nürnberger Südstadt vergewaltigt haben. Die Ermittler der EKO Kajal erhielten Kenntnis von dem Sexualdelikt am Freitag und begannen sofort mit ihren Ermittlungen.

Parallel verdichteten sich während der Ermittlungen die Hinweise, dass ein 40-jähriger Mann – ebenfalls syrischer Staatsangehöriger – den beiden Mädchen am Abend zuvor mehrere Betäubungsmittel verabreicht hatte.

Am Samstag (04.07.2026) gelang es den Beamten der EKO Kajal, beide Tatverdächtigen zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erließ daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse. Bei den folgenden Durchsuchungen in mehreren Wohnungen nahmen die Ermittler die beiden Männer fest und stellten Beweismittel sicher, die mit den Vergewaltigungen und der illegalen Abgabe von Betäubungsmitteln in Zusammenhang stehen.

Die 18-Jährige wurde durch die Übergriffe verletzt und musste zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Beide Opfer erhalten psychologische Betreuung.

Am Sonntag (05.07.2026) führte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die beiden Tatverdächtigen dem Ermittlungsrichter vor. Dieser erließ Haftbefehle gegen die Männer wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige. Beide wurden daraufhin in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die Spezialermittlungskommission EKO Kajal, die bereits in früheren Meldungen (492, 522, 587 und 594) dokumentiert wurde, arbeitet gezielt gegen Sexualdelikte gegen Mädchen und junge Frauen sowie gegen die Abgabe von Betäubungsmitteln und Medikamenten an Minderjährige im Hauptbahnhofsumfeld. Mit den nun zehn verhafteten Tatverdächtigen wird die intensive Bekämpfung dieser Straftaten unvermindert fortgeführt.

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