Pfefferspray an Bushaltestelle: Polizei sucht nach Schüler

(Symbolbild)

An einer Bushaltestelle vor einer Berufsschule in Erlangen ist es am Donnerstagmittag zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Schülern gekommen. Ein 23-jähriger rumänischer Staatsangehöriger setzte dabei Pfefferspray gegen einen 19-jährigen Schüler mit irakischer Herkunft ein. Der Angreifer flüchtete anschließend ins Schulgebäude.

Die Polizei war gegen 12:55 Uhr alarmiert worden. Laut erster Mitteilung sollten an der Bushaltestelle in der Drausnickstraße mehrere Personen in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt sein – ein Messer soll im Spiel gewesen sein. Wegen der potenziellen Gefahr rückten sofort mehrere Streifenwagen der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt und spezialisierte Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken an.

Vor Ort klärte sich die Situation schnell auf: Es hatte sich um einen Streit zwischen den beiden Schülern gehandelt – die genaue Ursache blieb zunächst ungeklärt. Das zunächst gemeldete Messer entpuppte sich bei der Überprüfung als E-Zigarette des 19-Jährigen. Der 23-Jährige flüchtete nach dem Einsatz von Pfefferspray in Richtung des Schulgebäudes. Eine nachfolgende Durchsuchung des Gebäudes blieb ohne Ergebnis. Nach aktuellem Kenntnisstand bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für unbeteiligte Personen. Die Schulleitung war eng in die polizeilichen Maßnahmen eingebunden.

Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 23-Jährigen eingeleitet.

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