Der KI-Anbieter OpenAI führt ab Ende diesen Monats Werbeanzeigen in seinen deutschen ChatGPT-Versionen ein. Betroffen sind die kostenlosen Pläne Free und Go. Das teilte OpenAI den Nutzern in Deutschland mit.
Die kostenpflichtigen Abos Plus, Pro, Enterprise, Business und Education bleiben werbefrei. Dafür aktualisiert OpenAI seine Datenschutzrichtlinie.
Zunächst werden die Anzeigen nicht personalisiert. OpenAI wählt sie nach eigenen Angaben basierend auf dem aktuellen Thema der ChatGPT-Unterhaltung und begrenzten Kontextinformationen wie dem ungefähren Standort und dem Gerätetyp aus. Frühere Chats oder gespeicherte Erinnerungen fließen nicht in die Auswahl ein.
Später sollen Nutzer selbst entscheiden können, ob sie relevantere und personalisierte Anzeigen sehen möchten. Wer sich dafür entscheidet, erhält Werbung basierend auf Informationen, die ausschließlich in ChatGPT verbleiben – etwa auf Anzeigen, mit denen der Nutzer interagiert hat, oder Kontext aus seinen Chats. Die Personalisierung von Werbung lässt sich in den Einstellungen verwalten.
Werbetreibende erhalten nach OpenAIs Angaben nur aggregierte Informationen zur Anzeigenleistung, etwa die Gesamtzahl der Aufrufe oder Klicks. Die Anzeigen haben keinen Einfluss auf die Antworten, die ChatGPT gibt. Sie sind stets eindeutig gekennzeichnet und visuell von ChatGPT-Antworten getrennt.
OpenAI betont, dass persönliche Daten und Gespräche mit ChatGPT privat bleiben und nicht an Werbetreibende weitergegeben werden. Werbetreibende haben demnach keinen Zugriff auf Chats, Chatverlauf, Erinnerungen oder persönliche Daten der Nutzer.
OpenAI führt Werbeanzeigen bereits seit Monaten schrittweise in verschiedenen Ländern ein. Vor kurzem kündigte der Anbieter entsprechende Anzeigen für Brasilien und Mexiko an. In den USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Korea, Australien und Neuseeland gibt es Werbung in ChatGPT bereits länger.
Autor: dts Nachrichtenagentur