Der Ortschaftsrat Opfingen hat sich zur geplanten Errichtung eines Gymnasiums geäußert. Die Stellungnahme behandelt die Frage, welche Schulart am Schulstandort Opfingen entstehen soll und ob dieser Standort dafür geeignet ist.
Hintergrund ist die Schließung der Haupt- und Werkrealschule an der Tunibergschule. Laut Schulentwicklungsbericht der Stadt Freiburg von 2018 fehlen in der Stadt bis 2025/2026 mehr als 3 gymnasiale Züge (also rund 150 Plätze pro Jahrgang). Besonders im Westen Freiburgs – wo auch die Tuniberg-Ortschaften liegen – sind die Gymnasien ausgelastet. Eltern berichten von Schülerabweisungen.
Der Ortschaftsrat argumentiert mit Bevölkerungsprognosen: Die Freiburger Einwohnerzahl soll von 229.000 (2018) auf 246.000 (2030) wachsen. In den vier Tuniberg-Ortschaften (Munzingen, Tiengen, Opfingen, Waltershofen) werden derzeit etwa 70 Schüler pro Jahrgang zum Gymnasium übergehen. Hinzu kommen geplante Baugebiete mit rund 1.650 zusätzlichen Personen. Der Ortschaftsrat schlägt vor, das Gymnasium dreizügig zu planen und prüft auch ein G9-Profil (neunjähriges Gymnasium).
Zur Schulart: Eine Realschule hält der Ortschaftsrat aktuell für nicht notwendig, da Freiburg dort ausreichend Kapazitäten hat. Eine Gemeinschaftsschule ohne gymnasiale Oberstufe würde nach Einschätzung des Rates die Gymnasialplatz-Knappheit nicht beheben.
Zum Standort Opfingen spricht nach Darstellung des Ortschaftsrates, dass dort bereits eine Sporthalle (seit 2006) und ein Außensportgelände vorhanden sind. Der Standort ist an den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrradnetz angebunden. Der Ortschaftsrat fordert die Standortentscheidung zugunsten Opfingens und eine zeitnahe Umsetzung.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg