Die Polizei Recklinghausen hat eine Veranstaltungsreihe an elf Schulen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop durchgeführt und zieht eine durchweg positive Bilanz. Die „AnsprechBAR an Schulen“ sollte Polizeiarbeit erlebbar machen, Vorbehalte der jungen Menschen abbauen und wichtige Themen wie Messergewalt und Gefahren im Alltag sowie im Straßenverkehr vermitteln.
Das Konzept der AnsprechBAR ist Teil der neuen Präsenzkonzeption PräsenzPlus. Besonders beliebt bei den Schülerinnen und Schülern waren die Rauschbrillen, mit denen die Auswirkungen von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln simuliert werden. Auch die Schutzausrüstung der Polizei sorgte für großes Interesse: Viele Jugendliche probierten Schutzwesten und Helme an und konnten so am eigenen Körper erleben, wie sich die Ausrüstung anfühlt. Der Streifenwagen durfte aus nächster Nähe erkundet werden, inklusive Erklärungen zur Ausstattung und zu den Aufgaben im Polizeialltag.
Neben dem Wach- und Wechseldienst und der Verkehrsunfallprävention war auch die Kriminalpolizei mit verschiedenen Themen vor Ort. Im Mittelpunkt standen Zivilcourage sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Smartphones unter dem Motto „Mach dein Handy nicht zur Waffe“. Die Beamtinnen und Beamten verdeutlichten, welche Folgen beispielsweise das Filmen oder Verbreiten von Gewalttaten haben kann. Sie informierten außerdem über die Gefahren von Waffen und Messergewalt. Je nach Interesse wurde in die Inhalte individuell vertieft und diskutiert.
An mehreren Standorten waren Personalwerber der Polizei vor Ort und beantworteten Fragen rund um den Polizeiberuf, den Weg zur Polizei sowie Karrierechancen. Das Interesse der Kinder und Jugendlichen war groß, die Resonanz durchweg gut. „Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu, stellten zahlreiche Fragen und nutzten die Gelegenheit, viele Angebote selbst auszuprobieren“, bilanziert Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, die an einigen Terminen teilgenommen und mehrere Schülergruppen begrüßt hat.
Die AnsprechBAR war zu Gast an folgenden Schulen: Theodor-Heuss-Gymnasium in Waltrop (2. Juli), Werner-von-Siemens-Realschule in Gladbeck (3. Juli), Herwig Blankertz Berufskolleg in Recklinghausen (6. Juli), Gymnasium Petrinum in Dorsten (7. Juli), Rosa-Parks-Schule in Herten (8. Juli), Christoph-Stöver-Realschule in Oer-Erkenschwick (9. Juli), Berufskolleg Castrop-Rauxel BKCR (10. Juli), Gymnasium im Loekamp in Marl (13. Juli), Joseph-Hennewig-Schule in Haltern am See (14. Juli), Gustav-Heinemann-Realschule in Bottrop (15. Juli) und Berufskolleg Ost Vest in Datteln (16. Juli).
„Mit der AnsprechBAR konnten wir zeigen, dass hinter der Uniform Menschen stehen, die zuhören, Fragen beantworten und für die Bürgerinnen und Bürger da sind“, sagt Polizeipräsidentin Zurhausen. „Vertrauen entsteht nicht von allein – es wächst durch Begegnungen und Gespräche, wie bei dieser Dialogreihe. Der direkte Austausch mit jungen Menschen ist dafür ein wichtiger Baustein.“
Die Polizei Recklinghausen prüft nun, ob und in welcher Form die Veranstaltungsreihe „AnsprechBAR“ fortgesetzt oder weiterentwickelt werden kann.