Polizei findet Armbrust nach Jagdwilderei – trächtiges Reh mit Bolzen getötet

(Symbolbild)

In Bleckede haben Polizeibeamte eine Armbrust sichergestellt, die möglicherweise für den Tod einer trächtigen Ricke verantwortlich ist. Das weibliche Reh wurde Ende Mai 2026 im Bereich eines Grundstücks in der Bruchdorfer Straße erschossen und verendete danach.

Die unbekannten Täter schossen das trächtige Tier in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 2026 auf einer Freifläche mit einer Armbrust ab. Der Jagdberechtigte fand die verendete Ricke am 27. Mai auf seinem Grundstück. Alarmierten Polizisten gelang es, den Armbrustbolzen – einen Pfeil – aus dem toten Tier zu sichern.

Die Beamten der Polizeistation Bleckede führten daraufhin intensive Ermittlungen durch. Durch Recherchen bei verschiedenen Herstellern von Armbrüsten konnten sie den Bolzen einer möglichen Tatwaffe und einem potenziellen Käufer zuordnen. Mit einem Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg durchsuchten die Polizisten am 25. Juni 2026 ein Wohnhaus im Bereich Bleckede und stellten dort die vermeintliche Tatwaffe sowie weiteres Zubehör sicher. Die anwesenden Bewohner übergaben das Zubehör freiwillig.

Die Bewohner des durchsuchten Hauses stehen im Fokus der strafrechtlichen Ermittlungen als Beschuldigte beziehungsweise Tatverdächtige. Sie machten bislang keine Angaben zu den Vorwürfen und werden von einem Rechtsanwalt vertreten. Die Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei und Tierquälerei. Die Ermittlungen dauern an.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen