Was zunächst wie ein Fall von Vandalismus aussah, entpuppte sich am Donnerstagabend in Weimar schnell als harmlose Schulaktion. Gegen 21:30 Uhr gingen bei der Polizei Hinweise ein, wonach sich mehrere Kinder und Jugendliche auf dem Gelände einer Schule in der Bonhoefferstraße aufhalten und dort randalieren sollen. Zeugen berichteten von Hammerschlägen und offenstehenden Fenstern.
Die eingesetzten Beamten fanden vor Ort tatsächlich ein geöffnetes Zufahrtstor und ein offenes Fenster vor. Beschädigungen konnten sie jedoch nicht feststellen. Aus dem Gebäude waren Stimmen zu hören, doch zunächst öffnete niemand die Tür. Die Polizisten entschieden sich daraufhin, den auf einem Aushang angegebenen Hausmeister telefonisch zu kontaktieren.
Die Lösung des Rätsels war schnell gefunden: Eine Schulklasse hielt sich mit ausdrücklicher Genehmigung im Gebäude auf, um die Vorbereitungen für den letzten Schultag zu treffen. Die vermeintliche Randale war damit aufgeklärt. Der Einsatz endete ohne Straftat – dafür mit der beruhigenden Erkenntnis, dass nicht jedes Hämmern gleich Vandalismus bedeutet. Manchmal wird eben nur fleißig für den Schuljahresabschluss gearbeitet.