Die Polizei Dortmund hat am Freitagabend, 10. Juli 2026, einen groß angelegten Schwerpunkteinsatz gegen rücksichtslose E-Scooter-Fahrer am Phönix-See durchgeführt. Der Anlass: Anwohner, Spaziergänger und Gastronomen hatten sich wiederholt über das Verhalten der Elektrokleinstfahrzeug-Nutzer beschwert.
Im Rahmen des Einsatzes hielten die Beamten insgesamt 176 E-Scooter und Fahrräder an. Die Bilanz fällt deutlich aus: Die Polizei verhängte 73 Verwarngelder, stellte 3 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und fertigte 4 Strafanzeigen – davon betraf der Großteil Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Bei den Kontrollen zeigte sich ein klares Muster: Der Großteil der Verstöße entstand durch das Befahren von Fußgängerzonen und die unerlaubte Mitnahme von Personen auf den Elektrofahrzeugen.
Der Hintergrund für die verstärkte Kontrolltätigkeit ist besorgniserregend. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei Dortmund einen Anstieg der Verunglückten auf E-Scootern um 32 Prozent – die Zahl der Verletzten stieg von 123 auf 163. Um diese Unfallzahlen bei Zweiradfahrern zu senken, kündigte die Polizei an, dass es derartige Schwerpunktkontrollen künftig häufiger und gezielt an erkannten Brennpunkten geben wird. Darüber hinaus werden die regulären Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Dortmund während ihrer alltäglichen Streifenfahrten ebenfalls Kontrollen durchführen.