Polizei setzt Elektroschockgerät gegen Messer-Angreifer in Spandau ein

(Symbolbild)

In Berlin-Spandau ist die Polizei am Montag zu einem Streit zwischen zwei Brüdern ausgerückt, bei dem ein 24-Jähriger seinen 27-jährigen Bruder mit einem Steakmesser angriff. Der Vorfall ereignete sich auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses in der Unnaer Straße im Ortsteil Falkenhagener Feld.

Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, fügte der jüngere Bruder dem älteren mit dem Messer Schnittverletzungen am Knie zu. Als die gerufenen Polizisten eintrafen, versuchte der 24-Jährige zu fliehen, wurde aber gestellt.

Gegenüber den Beamten verhielt sich der Mann sehr aggressiv. Er ließ sich nicht festnehmen und schlug mit den Armen um sich. Trotz mehrfacher Aufforderung, keinen Widerstand zu leisten, schlug er weiter um sich und ging in bedrohlicher Haltung auf einen Polizisten zu.

Ein Beamter drohte daraufhin wiederholt den Einsatz des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) an. Als der 24-Jährige weiterhin aggressiv auf den Kollegen zuging, setzte der Polizist das Elektroschockgerät gegen ihn ein. Der erste Einsatz zeigte zunächst keine Wirkung, weshalb die Polizisten den Mann zum Fixieren gegen einen Zaun drückten.

Als er dann nach einem Gegenstand griff, kam das DEIG erneut zum Einsatz. Daraufhin sank der 24-Jährige zu Boden, schlug und trat aber weiterhin um sich. Schließlich wurde er festgenommen.

Rettungskräfte brachten den verletzten 27-jährigen Bruder zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Festgenommene kam zunächst in Polizeigewahrsam, wo eine richterlich angeordnete Blutentnahme erfolgte und Fingerabdrücke sowie Fotos gemacht wurden. Anschließend kam er wieder auf freien Fuß.

Gegen den 24-Jährigen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Die Ermittlungen führen die örtlich zuständigen Abschnittskommissariate.

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