Polizei verstärkt Verkehrskontrollen wegen steigender Alkoholunfälle

(Symbolbild)

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern führt ab sofort verstärkte Verkehrskontrollen durch, um gegen Alkohol- und Drogenfahrten sowie Unfälle mit Zweiradfahrern vorzugehen. Den gesamten Juni über werden in den acht Polizeiinspektionen der Präsidien Rostock und Neubrandenburg vermehrt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Die Auftaktkontrolle fand am heutigen Montag im Bereich der Polizeiinspektion Ludwigslust statt.

Hintergrund der Kampagne sind alarmierende Unfallzahlen: 2025 ereigneten sich landesweit 772 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 744 Unfällen. Bei der Gesamtanzahl, den Getöteten und Schwerverletzten gab es laut Statistik überall ein Plus zu verzeichnen. Lediglich bei den leichtverletzten Personen ging die Zahl geringfügig zurück.

Positiver entwickelten sich hingegen die Zahlen bei Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss. In sämtlichen Bereichen, insbesondere bei verletzten und getöteten Personen, gingen die Zahlen zurück. 2025 kam es dabei zu keinem tödlichen Verkehrsunfall.

Sorge bereitet der Polizei weiterhin die Entwicklung bei Zweiradfahrern, die deshalb einen weiteren Kontrollschwerpunkt darstellen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Unfallzahlen um 5,97 Prozent. Zwar ging die Zahl der getöteten Zweiradfahrer zurück, gleichzeitig wurden jedoch mehr Menschen verletzt oder schwer verletzt.

Für Autofahrer gilt grundsätzlich die 0,5-Promille-Grenze. Fahranfänger in der Probezeit sowie Fahrer unter 21 Jahren unterliegen der Null-Promille-Regelung. Bereits ab 0,3 Promille kann jedoch bei auffälliger Fahrweise oder einem Unfall eine Strafbarkeit vorliegen. Für E-Scooter gelten dieselben Alkoholgrenzen wie für Autofahrer – auch hier drohen bei Verstößen empfindliche Geldstrafen, Punkte und der Entzug der Fahrerlaubnis. Radfahrer müssen ab 1,6 Promille mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Beim Cannabiskonsum weist die Polizei darauf hin, dass auch nach der Teillegalisierung weiterhin klare Regeln im Straßenverkehr gelten. Wer unter Cannabis-Einfluss ein Fahrzeug führt, riskiert Bußgelder, Fahrverbote und strafrechtliche Konsequenzen. Besonders problematisch ist, dass die Wirkung individuell unterschiedlich und häufig länger anhaltend ist, als Betroffene vermuten. Die Kombination von Cannabis mit Alkohol oder Medikamenten erhöht die Gefahren zusätzlich erheblich.

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