In den frühen Morgenstunden des 12. Mai kam es in Walldorf zu einem Polizeischusswaffeneinsatz, bei dem ein 20-jähriger Autofahrer schwer verletzt wurde. Der Mann hatte zuvor vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet und war mit einem Messer auf die Beamten zugegangen.
Alles begann, als Polizisten des Präsidiums Mannheim den 20-Jährigen zu einer Verkehrskontrolle anhalten wollten. Als der Mann das Streifenfahrzeug bemerkte, gab er unvermittelt Gas und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit. Im Bereich der Hauptstraße kam das Fahrzeug verkehrsbedingt zum Halten.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hielt der 20-Jährige beim Aussteigen ein Messer in der Hand. Die Beamten setzten zunächst Pfefferspray ein und gaben zwei Warnschüsse ab, um ihn dazu zu bewegen, das Messer fallen zu lassen. Der 20-Jährige ließ jedoch das Messer nicht fallen, sondern ging unvermittelt zügig auf die Polizisten zu. Diese gaben daraufhin mehrere Schüsse auf ihn ab, da sie befürchteten, dass der Mann sie mit dem Messer verletzen wolle.
Der 20-Jährige wurde dabei schwer verletzt und wird aktuell im Krankenhaus behandelt.
Die weiteren Ermittlungen werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg geführt. Dabei steht zunächst die genaue Rekonstruktion des Geschehens im Vordergrund. Hierzu werden auch vorliegende Bodycam-Aufnahmen gesichtet und bewertet.