In der Nacht zum 19. Juli 2026 hat die Frankfurter Polizei zwei queerfeindliche Angriffe in der Innenstadt registriert. Bei einem Überfall wurde ein 62-Jähriger verletzt, beim zweiten Vorfall entstand Sachschaden an einer Bar. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
Der erste Anschlag ereignete sich gegen 03:00 Uhr im Allerheiligenviertel. Ein 62-Jähriger war mit seinem Partner Händchen haltend auf der Battonnstraße unterwegs, als ein Unbekannter eine Glasflasche an der Kreuzung Battonnstraße/Lange Straße zwischen den beiden auf den Boden warf. Als der 62-Jährige sich umwandte und nachfragte, soll der Täter auf ihn zugegangen sein und ihn unter Verweis auf dessen sexuelle Orientierung mit einer Glasflasche geschlagen haben. Der Geschädigte erlitt Verletzungen im Gesicht. Der Angreifer flüchtete anschließend in Richtung Allerheiligentor.
Die Polizei beschreibt den gesuchten Täter als männlich, etwa 25 Jahre alt und 175 bis 180 Zentimeter groß mit dünner Statur und kurzen, lockigen Haaren. Er war mit einem weißen Jogginganzug bekleidet.
Etwa 45 Minuten später, gegen 03:45 Uhr, warfen mehrere Personen aus einer Gruppe Glasflaschen in den Eingangsbereich einer Szenebar der queeren Gemeinschaft in der Alten Gasse. Dabei wurde niemand verletzt, aber eine Glasscheibe eines benachbarten Gebäudes beschädigt. Einsatzkräfte in der Nähe beobachteten die flüchtende Gruppe, die sich daraufhin zerstreute. Den Beamten gelang jedoch die Festnahme eines 21-Jährigen, der sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten muss.
Das zuständige Fachkommissariat ermittelt in beiden Fällen. Die Frankfurter Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Taten oder den Tätern machen können, sich telefonisch beim Polizeirevier unter 069/755-10100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.