Räuber mit Pfefferspray: Polizei stellt 16-Jährigen in Bremen

(Symbolbild)

Die Bremer Polizei hat am Mittwochabend einen 16-Jährigen in Osterholz gestellt, der gemeinsam mit zwei weiteren Tätern versucht haben soll, einem 27-Jährigen das Handy zu rauben. Die Ermittler prüfen derzeit, ob die gleichen Täter auch in einen zweiten Raub in Findorff verwickelt sind.

Der erste Überfall ereignete sich gegen 18:00 Uhr in der Grindelwaldstraße. Der 27-jährige Verkäufer hatte sich dort mit drei Jugendlichen getroffen, die er über eine Online-Verkaufsplattform kontaktiert hatte. Als er das Handy zur Besichtigung übergab, sprühte einer der Jugendlichen ihm Pfefferspray ins Gesicht. Zwei der Täter flohen daraufhin zu Fuß. Der 27-Jährige konnte den dritten Angreifer zunächst festhalten und sich das Handy zurückholen, bevor dieser ebenfalls flüchtete.

Polizisten stellten den 16-Jährigen kurz darauf in der Nähe. Bei ihm fanden sie ein Pfefferspray. Der Jugendliche wurde zur Wache gebracht, wo Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden. Die Polizei fertigte eine Strafanzeige und übergab den Jungen anschließend seinen Erziehungsberechtigten.

Etwa um 20:55 Uhr ereignete sich ein ähnlicher Überfall in der Straße Am Weidedamm in Ellenerbrok-Schevemoor. Dort trafen sich drei Jugendliche mit einer 53-jährigen Verkäuferin, die ihr Mobiltelefon über eine Online-Plattform angeboten hatte. Die Frau übergab das Handy, damit die Jugendlichen Beschädigungen ausschließen konnten. Ohne zu bezahlen, flohen die Täter mit dem Gerät.

Verwandte der 53-Jährigen entdeckten die Jugendlichen später in einem Linienbus und nahmen das Handy wieder an sich. Bei einem anschließenden Gerangel verletzten sich ein unbeteiligter Fahrgast und das Kind der Verkäuferin leicht. Die alarmierten Einsatzkräfte nahmen die drei 15-Jährigen mit auf die Wache, wo sie ebenfalls erkennungsdienstlich behandelt wurden. Auch hier stellte die Polizei eine Anzeige.

Die Kriminalpolizei prüft derzeit, ob beide Überfälle zusammenhängen und ob dieselben Jugendlichen beide Taten begangen haben.

Für den Raub in der Grindelwaldstraße sucht die Polizei Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben. Die Täter sollen etwa 13 bis 16 Jahre alt gewesen sein. Die beiden geflüchteten Jugendlichen waren etwa 180 Zentimeter groß und schlank; alle drei sollen schwarze Hautfarbe gehabt haben.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter der Telefonnummer 0421 362-3888 entgegen.


Die Entwicklung in Bremen

Die Kriminalstatistik fasst gefährliche und schwere Körperverletzungen zu einer Gruppe zusammen. 2024 zählte die Polizei in Bremen 1.503 gefährliche und schwere Körperverletzungen, 2025 waren es 1.976 — 31,5 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 2,0 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Bremen