In Rastatt ist am Dienstagmorgen ein 22-jähriger E-Scooter-Fahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Radfahrer zunächst geflüchtet. Bei der späteren Kontrolle stellte sich heraus, dass er unter Cannabis-Einfluss stand und sein E-Scooter nicht versichert war.
Nach Angaben der Polizei fuhr der 22-Jährige zusammen mit seiner 15-jährigen Mitfahrerin auf dem Gehweg der Fährstraße in Richtung Ortsausgang. An der Einmündung zur Straße „Am Giessen“ verließ er ohne zu bremsen den Gehweg und stieß beim Überqueren der Straße mit einem 40-jährigen Radfahrer zusammen. Die 15-Jährige stürzte vom E-Scooter und zog sich leichte Verletzungen zu, lehnte aber eine Versorgung durch den Rettungsdienst ab.
Das E-Scooter-Duo setzte seine Fahrt fort, ohne die Personalien auszutauschen. Der Radfahrer fuhr den beiden nach und stellte sie etwa 500 Meter vom Unfallort entfernt. Dort kam es zu einem Streit zwischen den Beteiligten. Nachdem der 40-Jährige den Notruf wählte, entfernte sich der 22-Jährige zu Fuß und ließ seine Mitfahrerin mit dem E-Scooter zurück.
Die Polizei konnte den E-Scooter-Fahrer telefonisch erreichen und später persönlich antreffen. Während der Belehrung stellten die Beamten drogenbedingte Auffälligkeiten fest. Ein Drogentest zeigte, dass er Cannabis konsumiert hatte. Zur Blutentnahme wurde der Mann in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Außerdem stellte sich heraus, dass für den E-Scooter kein Versicherungsschutz bestand.
Gegen den 22-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Unfallflucht und Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.