Im Frankfurter Bahnhofsviertel haben drei Männer am Samstagmorgen einen 49-Jährigen beraubt. Die Polizei konnte alle Tatverdächtigen kurz nach der Tat festnehmen – einer flüchtete sogar in einen Bahntunnel.
Der Überfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr an der Kreuzung Taunus- und Moselstraße. Ein zunächst Unbekannter näherte sich dem 49-Jährigen von hinten und griff an seine Gesäßtasche. Als sich die beiden Männer rauften, nutzte ein Dritter die Situation aus: Er riss dem Opfer die Kopfhörer vom Kopf und rannte weg. Anschließend kam noch eine weitere Person hinzu. Gemeinsam raubten die beiden Männer schließlich die Geldbörse des 49-Jährigen und flüchteten.
Zivilfahnder rekonstruierten den Tathergang mithilfe der Videoaufzeichnungen der Überwachungsanlage und erhielten so entscheidende Hinweise auf die mutmaßlichen Täter. Anhand der gewonnenen Personenbeschreibung gelang im Bahnhofsgebiet wenig später die Festnahme aller drei Verdächtigen – sowohl der beiden Personen, die im Verdacht stehen, die Geldbörse geraubt zu haben, als auch des mutmaßlichen Gelegenheitsräubers, der die Kopfhörer stahl.
Einer der Tatverdächtigen ergriff beim Anblick der Polizisten zunächst die Flucht und rannte in die B-Ebene des Hauptbahnhofes, wo er in einen Bahntunnel flüchtete. Nach Einstellung des Bahnverkehrs und Absperrung des Tunnels an den Ausfahrten nahm ein Streifenteam den Tatverdächtigen zwischen zwei Betonpfeilern liegend fest.
Alle drei Festgenommenen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren müssen sich nun wegen des Verdachts des Raubes verantworten. Sie wurden in die Gewahrsamszellen des Polizeipräsidiums gebracht und sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.