Raubüberfall in St. Pauli aufgeklärt: 20-Jähriger verhaftet

(Symbolbild)

Ein Raubüberfall in der Hamburger Innenstadt ist aufgeklärt. Nach Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Bundespolizei wurde am Dienstag ein 20-jähriger Syrer verhaftet. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

Der Überfall ereignete sich am 24. Mai um 06:15 Uhr in der Talstraße im Stadtteil St. Pauli. Laut Polizeibericht näherte sich ein Unbekannter dem 51-jährigen Opfer zunächst mit Tanzbewegungen, bevor er es mit Pfefferspray attackierte. Der Täter entwendete einen geringen Bargeldbetrag und übergab diesen einer Komplizin. Beide flüchteten anschließend in unbekannte Richtung.

Eine Streife der Bundespolizei wurde auf die Situation aufmerksam und nahm vor Ort die Anzeige auf. Eine Rettungswagenbesatzung der Feuerwehr versorgte den 51-Jährigen, der leicht verletzt worden war. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich.

Das Raubdezernat der Region Mitte I des Landeskriminalamts übernahm die Ermittlungen. Beamtinnen und Beamten gelang es, die Tatverdächtigen durch Videoaufzeichnungen zu identifizieren. Dabei unterstützte ein sogenannter Super-Recognizer der Bundespolizei – ein Beamter mit spezieller Ausbildung in der Gesichtserkennung – die Ermittlungen. In den Fokus gerieten ein 20-jähriger Syrer und eine 18-jährige Deutsche.

Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen beider Tatverdächtigen sowie einen Haftbefehl gegen den 20-Jährigen. Bei der Vollstreckung in den Stadtteilen Rothenburgsort und Harburg trafen die Polizeikräfte beide an und stellten Beweismittel sicher. Der 20-Jährige wurde dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Die 18-Jährige wurde entlassen, da nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft keine Haftgründe vorlagen.

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