Ein 23 Jahre alter Deutscher sitzt nach einer spektakulären Verfolgungsjagd in Stuttgart in Untersuchungshaft. Die Polizei wirft ihm Rauschgifthandel vor. Am Freitagabend (10. Juli 2026) wollten Polizeibeamte den Mann gegen 18 Uhr am Albplatz kontrollieren, weil der VW Passat, in dem er saß, ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Der Wagen war in Richtung Tübingen unterwegs.
Statt anzuhalten gab der Fahrer Gas. Etwa 200 Meter vor der Abfahrt zur Sigmaringer Straße beschleunigte er und raste davon. Die Verfolgung führte über die Abfahrt zum SI-Zentrum, die Epplestraße und weiter auf die Kurt-Schumacher-Straße. An einer Schranke im Stöfflerweg endete die Fahrt. Der 23-Jährige und sein 25 Jahre alter mutmaßlicher Komplize sprangen aus dem Auto und liefen in einen nahegelegenen Wald. Polizistinnen und Polizisten nahmen beide Männer dort kurz darauf fest.
Auf der Flucht missachtete der Fahrer nach Ermittlungen mehrere rote Ampeln. Wer tatsächlich am Steuer saß, ermittelt die Polizei noch.
Bei der Durchsuchung des 23-Jährigen fanden die Beamten rund zwölf Gramm Kokain. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung stießen sie auf weitere Drogen: etwa 14 Gramm Kokain, knapp 20 Gramm Ketamin, 250 Gramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch. Zudem sicherten die Ermittler Gegenstände, die darauf hindeuten, dass der Mann mit Rauschgift handelte.
Da beide Männer unter Drogeneinfluss standen, mussten sie eine Blutprobe abgeben. Der 23-Jährige wurde am Samstag (11. Juli 2026) einem Richter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl in Vollzug und wies ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein. Sein mutmaßlicher Komplize kam nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder frei.
Die Polizei sucht nun nach Zeugen und möglichen Geschädigten. Hinweise nimmt die Verkehrspolizei unter der Telefonnummer 0711 / 8990-4100 entgegen.
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